Partymachen in Dortmunder Clubs bleibt ein Risiko - aber ein kalkulierbares. © picture alliance/dpa
Meinung

Party und Randale am U-Turm: Öffnet die Clubs – sofort!

Immer wieder gibt es in letzter Zeit Massenaufläufe und unkontrollierte Freiluft-Partys in Dortmund. Neuerdings am U. Unser Autor fordert: Öffnet die Clubs. Jetzt. Trotz Corona.

Der U-Turm ist Dortmunds neuer Feier-Hotspot. Das ist naheliegend: Zentral und mit viel Platz drumherum, hier können sich junge Menschen treffen. Doch die Situation gerät aus dem Ruder:

500 Menschen versammelten sich am Freitagabend, feierten ohne Abstände und Masken, und am Ende gab es Randale. Die gab es bereits am Wochenende zuvor, als 250 Menschen drei Betrunkene anfeuerten, die auf einen Baukran geklettert waren und einen Tausende Euro teureren Feuerwehreinsatz auslösten.

Ansteckungsgefahr im Club ist kontrollierbar

Feiern ist für viele (insbesondere junge) Menschen ein Grundbedürfnis. Eines, auf das die meisten schon lange verzichten, im Namen des Corona-Schutzes. Doch irgendwann funktioniert das so nicht mehr. Der Drang bahnt sich seine Wege.

Gerade dann bedarf es angesichts einer noch immer todbringenden Pandemie eines kontrollierten Rahmes. Den gibt es nicht am U, am Phoenixsee oder im Westpark, wenn jeder einfach vorbeikommen kann.

Verzweifelte Clubbetreiber schauen derweil zu – und dürfen nicht öffnen: Sie haben Konzepte in den Schubladen. Sie könnten kontrollieren, wer mitfeiert (Stichworte: Geimpft, Getestet, Genesen) und die Nachverfolgung gewährleisten. Und: In Clubs gibt es Sicherheitsleute, die Randale verhindern.

Ich meine: Öffnet die Clubs oder schafft wenigstens einen Rahmen fürs kontrollierte Feiern draußen! Denn auch, wenn das Restrisiko einer Ansteckung besteht, lässt es sich so noch am besten kontrollieren.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Leitender Redakteur, seit 2010 in der Stadtredaktion Dortmund, seit 2007 bei den Ruhr Nachrichten.
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