Ein 21-jähriger Dorstener wurde nach einer Schlägerei auf einer Abi-Party zu Dauerarrest verurteilt. (Symbolbild) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Prozess

Patient schlägt Krankenhauspfleger zusammen

Ein Patient hat wie von Sinnen auf einen Pfleger eingeprügelt. Der Mann sieht sich als „Prophet“ und „gottgleich“. Ein Nervenarzt hat ihn begutachtet - und spricht eine eindringliche Warnung aus.

Sieben Monate nach einer Gewaltattacke auf einen Pfleger im Knappschaftskrankenhaus in Lütgendortmund droht einem wahnhaft kranken Dortmunder (39) die zeitlich unbefristete Einweisung in die geschlossene Psychiatrie. Ein Nervenarzt stufte den Beschuldigten am Donnerstag am Landgericht als unberechenbar ein – und warnte vor der Gefahr von aggressiven Gewaltausbrüchen in Freiheit.

Boxer a la „Muhammad Ali“

Der Beschuldigte, nach eigenen Angaben ein durchtrainierter Boxer à la „Muhammad Ali“, war schon in den Monaten vor der Pfleger-Attacke immer wieder in verschiedenen psychiatrischen Einrichtungen untergebracht. Fast immer hatte es zuvor tätliche Auseinandersetzungen mit Polizeibeamten gegeben. Mehrfach hatte der Beschuldigte zuvor seine dringend benötigten Depot-Medikamente eigenmächtig abgesetzt.

Beschuldigter hält sich für „Gott“

Am 8. Dezember 2020 hatte der 39-Jährige, der während psychischen Schüben halluziniert und sich oftmals als „Prophet“ und „gottgleich“ ansieht, sich im Krankenhaus mit einem Pfleger um ein Tablett gestritten und den Mann kurz danach in dessen Büro brutal zusammengeschlagen.

„Bei mir hatte sich so viel Energie angestaut“, erklärte der Beschuldigte. Heute gehe es ihm viel besser und er nehme auch immer anständig seine Tabletten.

Voraussichtlicher Urteilstermin: 10. August.

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