Person mit Reizgas verletzt: Dortmunder Neonazi zu zwei Jahren ohne Bewährung verurteilt

Rechtsextremismus

Im Oktober verletzte ein Neonazi in Dorstfeld eine Person mit Reizgas. Ein Gericht hat ihn deshalb am Donnerstag verurteilt. Eine antisemitische Beleidigung aus 2018 erhöhte die Strafe.

Dortmund

, 06.12.2019, 12:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Dortmunder Gericht hat am Donnerstag den Neonazis Matthias Drewer verurteilt. Er befand sich seit der verhandelten Tat am 12. Oktober in Untersuchungshaft und bekam nun zwei Jahre Haft ohne Bewährung.

Im Oktober war es in Dorstfeld zu einer Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe um Drewer und zwei Personen gekommen. Während dieser Auseinandersetzung hatte der Rechtsextremist Reizgas eingesetzt.

Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung

Er wurde deshalb wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. In das Urteil floss zudem eine antisemitische Beleidigung aus 2018 mit ein. Der mehrfach vorbestrafte Drewer hatte mit der Tat gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen und wurde deshalb sofort in Untersuchungshaft genommen. Neonazis hatten deshalb am 14. Oktober ihre Demonstration vor das Gefängnis verlegt. Ihnen stellten sich 2000 Dortmunder Bürger entgegen.

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Dem mitangeklagten und ebenfalls mehrfach vorbestraften Bundesvorsitzenden der Partei „Die Rechte“, Sascha Krolzig konnte eine Tatbeteiligung und ein Flaschenwurf nicht nachgewiesen werden.

Gegen das Urteil kann Drewer noch Berufung einlegen oder in Revision gehen.

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