Personalpolitik enttäuscht den Bezirksvorsteher

28.09.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Hörde Wenige Wochen nach der grandiosen Eröffnungsfeier in der Jugendfreizeitstätte (JFS) Hörde ist von der Aufbruchstimmung am Clarenberg nicht mehr viel zu spüren. Nachdem der Erzieher Jürgen Kleinschmidt in das Seniorenbüro der nördlichen Innenstadt gewechselt ist, verlässt nun auch Tine Bargstedt die JFS. Beide waren und sind bei den Kindern und Jugendlichen sehr beliebt.

Die Leiterin des Fachbereichs für Kinder und Jugendliche, Elisabeth Hoppe (Foto), bezeichnete den Wechsel als einen ganz normalen Vorgang. In der offenen Jugendarbeit sei eine größere Fluktuation vorhanden als in anderen Bereichen des Jugendamts. Das Jugendamt bemühe sich um Nachfolger, die im Januar ihre Arbeit aufnehmen würden. Zurzeit laufe die Kandidatensuche.

Bezirksvorsteher Manfred Renno (Foto) reicht das Tempo allerdings nicht. "Die Stelle von Herrn Kleinschmidt müsste längst wieder besetzt sein. Aber im öffentlichen Dienst bleiben Arbeitsplätze schon mal länger unbesetzt", kritisierte er die Personalpolitik des Jugendamts.

Enttäuscht ist er sicher auch deshalb, weil er sich persönlich beim Land Nordrhein-Westfalen für den großzügigen Zuschuss eingesetzt hat, mit dem die Jugendfreizeitstätte modernisiert worden ist.

Tatsächlich steht das Jugendamt unter Druck: Die Politik hat mit dem Umbau die Rahmenbedingungen für eine innovative Jugend- und Sozialarbeit am Clarenberg geschaffen, aber mangels Personal wird kein Programm auf die Beine gestellt, das die Angebote der Architektur ausreizt. Von deutlicher Aufbruchstimmung ist nichts mehr zu spüren. Der Bezirksvorsteher: "Das ausgerechnet am Clarenberg." ban Kommentar

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