Pfleger werden für Patienten in Dortmunder Krankenhaus zu Paketboten

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In den Dortmunder Krankenhäusern herrscht wegen des Coronavirus ein striktes Besuchsverbot. Das Team des St.-Johannes-Hospitals hat sich deshalb etwas Besonderes einfallen lassen.

Dortmund

, 04.04.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wer im Krankenhaus liegt, hat aktuell sehr viel Zeit. Als Vorsichtsmaßnahme, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, ist kein Besuch zugelassen, der die Patienten sonst mit Kleidung, Büchern oder anderen Mitbringseln versorgen würde.

Damit diese teils wichtigen Lieferungen trotzdem ihr Ziel erreichen, wird im St.-Johannes-Hospital ein Zugang jetzt zweckentfremdet. Über den Südeingang des „Johos“ an der Johannesstraße können Taschen und Pakete ausgetauscht werden. „Willkommen sind auch Grußkarten oder Geschenke“, heißt es vom Team.

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Das Personal nimmt die Pakete in einer Schleusensituation entgegen, sodass kein direkter Kontakt stattfindet. Möglich ist das seit Mittwoch (1.4.) werktags von 13 bis 15 Uhr. Nur in dieser Zeit dürfen die gut beschrifteten Pakete (gut leserlich: Name des Patienten und Station) abgelegt werden.

Ein Dutzend Lieferungen am ersten Tag

Am ersten Einsatztag wurden etwa ein Dutzend Taschen und Pakete in Empfang genommen. „Darunter waren zwei Koffer von Patienten, die eingeliefert wurden, und ein großes Geschenk“, heißt es.

Das Krankenhaus-Team bittet, keine Wertgegenstände über diesen Weg zu transportieren: „Das St.-Johannes-Hospital übernimmt keine Haftung.“ Die Mitarbeiterinnen, die diesen Service übernehmen, tun das in ihrer Freizeit, in der Pause oder werden für diesen Dienst kurzzeitig freigestellt.

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