Phoenix-See: So günstig kann man bald in See-Nähe wohnen

mlzWohnen in Dortmund

Nur einen Steinwurf vom Phoenix-See entfernt gibt es bald neuen Wohnraum. In bester Lage sozusagen. Barrierefrei und öffentlich gefördert. Bauherr ist der Spar- und Bauverein.

Schüren

, 26.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist eine gute Nachricht vor allem für Familien mit Kindern. Denn große und bezahlbare Wohnungen sind Mangelware in Dortmund – und an der Straße Teigelbrand entstehen zurzeit einige davon.

Der Spar- und Bauverein ist dabei, eines der momentan größten geförderten Bauprojekte in Dortmund hochzuziehen. In Dortmund Schüren, ganz in der Nähe des Phoenix-Sees entstehen zurzeit 64 neue Sozialwohnungen. Allein 26 davon verfügen über drei und mehr Zimmer.

Gemeinsam stellten Mitglieder des Spar- und Bauvereines und des Wohnungsamtes in Dortmund das neue Bauprojekt vor.

Gemeinsam stellten Mitglieder des Spar- und Bauvereines und des Wohnungsamtes in Dortmund das neue Bauprojekt vor. © Jörg Bauerfeld

„Normalerweise liegen die Mietpreise in dieser Gegend bei 10 Euro pro Quadratmeter aufwärts“, sagt Franz-Bernd Große-Wilde, Vorstandsvorsitzender des Spar- und Bauvereins. In den drei Neubauten in Schüren gelten demnächst Preise für die Nettokaltmiete zwischen 5,25 Euro und 5,52 Euro pro Quadratmeter.

Fördermittel des Landes NRW

Möglich wird dies vor allem durch Fördermittel. Und zwar einmal durch das Land NRW und dann durch die NRW-Bank. Im Gegenzug gilt für den Vermieter eine Mietpreisbindung. „Wir nehmen die Fördermöglichkeiten in großem Rahmen deshalb in Anspruch, um die Mietpreise möglichst moderat gestalten zu können“, sagt Franz-Bernd Große-Wilde.

Der Blick aus dem Wohnzimmer einer der neuen Erdgeschoss-Wohnungen.

Der Blick aus dem Wohnzimmer einer der neuen Erdgeschoss-Wohnungen. © Jörg Bauerfeld

Aber nicht jeder hat die Möglichkeit, so eine Wohnung zum kleinen Preis anzumieten. Denn der Wohnraum ist belegungsgebunden. Das bedeutet, „wir machen die Belegung gemeinsam in Abstimmung mit der Stadt Dortmund, aber wir müssen bestimmte Einkommensgrenzen einhalten“, so Große-Wilde. Also ein Wohnberechtigungsschein muss vorliegen.

Viele Menschen nutzen die Wohnförderung nicht

Wichtig zu wissen, dass durchaus viele Menschen den Anspruch auf Wohnförderung haben. „Eine Familie mit drei Kindern, die über rund 64.000 Euro Brutto-Jahreseinkommen verfügt, könnte durchaus noch Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben“, sagt Thomas Böhm, Leiter des Dortmunder Amtes für Wohnen und Stadterneuerung. Natürlich sei dafür eine Registrierung beim Amt für Wohnen erforderlich. Es gäbe allerdings viele Menschen, die diese Möglichkeit nicht nutzen würden.

Auf der Fläche hinter dem Bauschild wird ein Spielplatz gebaut.

Auf der Fläche hinter dem Bauschild wird ein Spielplatz gebaut. © Jörg Bauerfeld

Die Vergabe des Wohnraums geschieht dann in Absprache der Stadt Dortmund und des Spar- und Bauvereins. „Wir haben natürlich eine gewisse Verpflichtung unseren Genossenschaftsmitgliedern gegenüber, die eine Wohnung suchen“, sagt Große Wilde. „Letztlich ist es eine Abstimmungssache.“

Wer also eine Wohnung sucht, kann sich entweder beim Spar- und Bauverein melden oder eben beim Amt für Wohnen. Aber wie sehen die Wohnungen überhaupt aus?

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Großer Wert gelegt wurde beim Bau der drei Gebäude auf einen guten „Wohnungsmix“. Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen mit einer Größe von 57 bis 103 Quadratmetern. Alle Wohnungen sind barrierefrei, Parkplätze werden im Außenbereich angelegt.

Beste Wohngegend in der Nähe des Phoenix-Sees

Und die Wohngegend? Top – mehr kann man eigentlich nicht sagen. Zwar führt südlich der neuen Häuser eine Bahnstrecke entlang, doch zwischen Bahn und Wohnungen erstreckt sich noch eine große Wiese mit Obstbäumen. Zudem wird es bald einen großen Spielplatz am Ufer des renaturierten Erlenbaches geben, der an den neuen Häusern vorbeiplätschert.

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18 Wohnungen, im Haus mit der Hausnummer 65, werden schon im März, also in wenigen Wochen, bezugsfertig sein. Im Oktober 2020 sollen dann alle 64 Wohnungen zur Verfügung stehen. Dann ist auch der neue Spielplatz nutzbar.

Das Projekt am Tiegelbrand wird aber nicht das einzige in Schüren bleiben. Der Spar- und Bauverein hat noch ein weiteres Projekt im Auge. In direkter Nachbarschaft. An der Schüruferstraße, dort wo früher einmal die Tanzschule Bailar heimisch war, wird ebenfalls gebaut. Geplanter Beginn ist noch im Jahr 2020. Hier entstehen dann weitere 16 Wohnungen sowie eine Tagespflegeeinrichtung.

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