Neue Toiletten und neue Wege: Rund um den Phoenix-See könnte so einiges besser werden

mlzPhoenix-See

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau hat Veränderungen für den Phoenix-See in Aussicht gestellt. Vor allem Besucher sollen profitieren. Das sind die drei wichtigsten Punkte.

Hörde

, 05.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Ein paar Wortspiele hier, ein bisschen Medienkritik da. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau hatte bei der dritten Auflage des „Bürgerdialog Phoenix-See“ viel zu sagen. Doch im Wesentlichen waren es dann vor allem gute Nachrichten für die Anwohner und Besucher, die Sierau am Dienstagabend (2. Juli) überbrachte oder zumindest in Aussicht stellte.

Abgesehen davon, dass Bäume nachgepflanzt werden und der Sicherheitsdienst ein größeres Gebiet kontrolliert, sei auch die Reinigungsintensität erhöht worden. Es gab aber noch andere wichtige Punkte.

Neuer Gehweg: An drei Tagen im Mai und Juni hat die Stadt mithilfe einer Drohne die Besucher am Phoenix-See gezählt. Jeweils nachmittags - einmal unter der Woche, einmal an einem trüben Sonntag und einmal an einem sonnigen Sonntag. Der Rundflug dauerte jeweils 15 Minuten und kann somit als Momentaufnahme herhalten.

Dabei wurde noch einmal durch Zahlen belegt, was schon seit Langem bekannt ist und kritisiert wird: dass viele Fußgänger den Radweg nutzen. So waren beispielsweise am sonnigen 9. Juni 575 Fußgänger und 71 Radfahrer auf den jeweils für sie vorgesehenen und voneinander getrennten Wegen unterwegs. Gleichzeitig liefen aber auch 49 Fußgänger auf dem Radweg herum und kamen den Radfahrern dadurch in die Quere.

Das verwundert nicht, schließlich hat der Radweg einen festen Untergrund, während Fußgänger auf einem Schotterweg laufen. Der wiederum sorgt je nach Wetterlage für matschige Schuhe oder eine Staublunge und bringt einige in Versuchung, auf festen Untergrund zu wechseln. „Die Staubwolken sind nicht zu verantworten“, sagte eine Anwohnerin am Dienstag.

Ob und wie der Fußgweg ausgebaut wird, sei Sierau zufolge noch nicht entschieden: „Wir haben uns diese Frage nicht unter Zeitdruck gestellt. Wir wollen Daten und Fakten, zudem ist es eine rechtliche Frage.“ Klar sei, dass ein neuer Untergrund die Verkehrssicherheit und die Zufriedenheit am Phoenix-See fördern solle. Klar sei auch, dass kein Asphalt verlegt wird: „Wir werden eine andere Form der Oberfläche finden.“

Neue Kontaktperson: Tanja Schimanski ist seit Mitte Juni die städtische „Koordinatorin Phoenix-See“ und damit erste Ansprechpartnerin für alle Anliegen, die in erster Linie Anwohner bewegen. „Wir stehen aber grundsätzlich für alle offen“, sagte sie bei ihrer Vorstellung am Dienstag. Mit ihrem Team wolle sie für Transparenz und Verlässlichkeit sorgen. Wer also etwas loswerden will, kann sich direkt an Tanja Schimanski wenden. Zu erreichen ist sie in der Hermannstraße 67 sowie unter Tel. 5029094 und per E-Mail an tschimanski@stadtdo.de. Sie arbeitet seit 1999 in der Dortmunder Stadtverwaltung, zunächst war sie fünf Jahre im Sozialamt, zuletzt war sie für Personal zuständig.

Neue Toiletten und neue Wege: Rund um den Phoenix-See könnte so einiges besser werden

Tanja Schimanski ist seit Mitte Juni 2019 die städtische „Koordinatorin Phoenix-See“. © Michael Nickel

Neue Toiletten: Bislang gibt es nur eine öffentliche Toilette am Phoenix-See, die dauerhaft geöffnet ist. Sie befindet sich im Gebäude der Phosphat-Eliminationsanlage am Nordwestufer des Sees. Wer einmal eine Runde am Ufer machen will, legt etwas mehr als 3 Kilometer zurück. Für Kinder und Ältere ist das eine ganz schöne Strecke.

Neue Toiletten und neue Wege: Rund um den Phoenix-See könnte so einiges besser werden

Am Südufer des Phoenix-Sees steht noch diese provisorische Toilette. Bis Jahresende soll hier eine feste Toilette entstehen. © Jörg Bauerfeld

Bis Ende des Jahres sollen daher zwei weitere feste Toiletten hinzukommen, wie Sierau sagte. Die eine entsteht auf der Südseite am Anleger und ersetzt den Toiletten-Container, der bislang nur im Sommer geöffnet ist. Die andere entsteht, wie schon einmal zuvor angekündigt, in der Nähe des You Point. Genauer: An der Flüsterbrücke östlich vom Phoenix-See.

Worüber man laut Sierau innerhalb der Verwaltung noch nachdenken könne, sei eine Toilette für den Spielplatz am Remberg. Das war eine direkte Antwort auf die Anmerkung eines Anwohners, der vor allem für kleine Kinder zu wenige nahegelegene Möglichkeiten sieht: „Die Windeln landen bei uns im Gebüsch“, sagte er.

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