Stadt stellt neue Pläne für den Wilhelmplatz in Dortmund-Dorstfeld vor

mlzDorstfelder Zentrum

Der Wilhelmplatz bietet vielen Dortmundern ein abschreckendes Bild. Spielgeräte sollen kommen – mit den neuen Plänen könnten die Organisatoren zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Dorstfeld

, 16.04.2020, 11:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor 20 Jahren ist der Wilhelmplatz in Dorstfeld umgestaltet worden. Doch mit den Ergebnissen sind viele Anlieger nicht zufrieden, die Parkplatzsituation sorgt für Ärger wegen Fördergeldern. Jetzt gibt es neue Pläne für den betonierten Platz im Dorstfelder Zentrum.

Als Aufenthaltsort soll die Kreuzung der Wittener Straße zum Dorstfelder Hellweg schöner und attraktiver werden. Nun liegen Ideen zur Gestaltung vor, die das Amt für Stadterneuerung weiter konkretisieren will. Anlieger, insbesondere Kinder und Jugendliche, sollen dabei beteiligt werden. Die Umsetzung soll im Jahr 2022 erfolgen.

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„Der Wilhelmplatz soll in Dorstfelds Zentrum ein Ort des öffentlichen Lebens mit Räumen für Begegnung und Aufenthalt sein. In seiner jetzigen Form erfüllt er diese Qualität nicht“, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Der betonierte Platz direkt an der Straße ist recht kahl. Regelmäßig sitzen hier Trinker – die meisten Menschen, die nicht auf Bus und Bahn warten, huschen schnell weiter.

Spielpunkte unter Kirschbäumen und neue Bänke

Im Bereich der heute provisorisch angelegten Stellplätze auf dem Wilhelmplatz soll ein Trampolinpark für Kinder und Jugendliche entstehen. Spielpunkte unter den vorhandenen Kirschbäumen und neue Bänke sollen insbesondere Familien und Kinder anlocken. Bis zu fünf Stellplätze (vor der Volksbank) bleiben für kurze Erledigungen erhalten.

Auf dem Wilhelmplatz sollen ein Trampolinpark und weitere Spielgeräte entstehen.

Auf dem Wilhelmplatz sollen ein Trampolinpark (grüne Fläche) und weitere Spielgeräte (rote Punkte) entstehen. Der blaue Punkt stellt den Brunnen dar. © Leonie Sauerland

Gleichzeitig prüft die Verwaltung eine Öffnung des Dorstfelder Hellwegs zwischen Dorstfelder Allee und der Parkplatzzufahrt Eichenstraße, um die Erreichbarkeit dieses Parkplatzes insbesondere aus Richtung Innenstadt zu verbessern.

Der Wilhelmplatz war mit Fördermitteln des Bundes und des Landes NRW neu gestaltet worden, um den Verkehr anders zu führen. Diese Arbeiten wurden im Jahr 2000 beendet. „Wenig später wurden 15 Schrägparkplätze eingerichtet, die bis heute geduldet werden“, so die Stadtverwaltung: „Ein dauerhafter Erhalt der Stellplätze würde dem Förderzweck entgegenstehen und Rückzahlungsansprüche von Fördergeldern auslösen.“

Die Dortmunder Verwaltung hat der Bezirksregierung Arnsberg vorgeschlagen, anstelle von Rückzahlungen das Geld in die Attraktivitätssteigerung des Wilhelmplatzes zu investieren. Ein zweiter positiver Effekt: Entsteht dort ein Spielplatz, könnte das Ordnungsamt ganz anders gegen Menschen vorgehen, die dort Alkohol trinken. Das ist auf Spielplätzen in Dortmund nämlich verboten.

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