Liveticker zum Nachlesen: Pogromgedenken in Dorstfeld - Polizei in Alarmbereitschaft

9. November

Hunderte Menschen haben sich am Freitag zum Gedenken an die Pogromnacht 1938 in Dorstfeld eingefunden. Die Polizei war in Alarmbereitschaft. Alle Infos im Liveticker zum Nachlesen.

Dorstfeld

, 07.11.2019, 16:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Liveticker zum Nachlesen: Pogromgedenken in Dorstfeld - Polizei in Alarmbereitschaft

Viele Politiker, Bürger und Pressevertreter sind zur Gedenkveranstaltung in Dorstfeld gekommen. © Thomas Thiel

16.30 Uhr: Ende des Livetickers

Damit beenden wir unsere Live-Berichterstattung.

16.10 Uhr: Polizei: Keine Störungen bei Veranstaltung

Polizeisprecherin Cornelia Weigandt zieht ein positives Fazit: „Es war eine wirklich würdevolle Veranstaltung ohne Störungen“, sagt sie. Die Neonazis, die an der Emscherstraße, unweit vom Veranstaltungsort wohnen, seien vorab informieren worden, bis wohin sie sich der Veranstaltung nähern dürfen. Daran hätten sich auch jene Rechte, die während der Gedenkfeier an der Ecke Tusneldastraße auftauchten, gehalten.

15.55 Uhr: Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht endet

Die Veranstaltung ist beendet, die Besucher machen sich langsam auf den Heimweg. Auch die Stadtbahnen fahren wieder alle Haltestellen an. Die Straßensperren werden nach und nach aufgehoben.

15.45 Uhr: Nur geringe Einschränkungen im Bahnverkehr

Derweil gibt es auf den Stadtbahn-Linien U43 und U44 kaum Einschränkungen. Aktuell fahren sie nur die Haltestelle Wittener Straße nicht an.

15.35 Uhr: Birgit Jörder: Geben Dorstfeld nicht auf

Unter den Rednern ist auch Bürgermeisterin Birgit Jörder. Sie begrüßt, dass die Veranstaltung in Dorstfeld stattfindet. „Wir geben diesen Stadtteil nicht auf“, sagt sie.

15.30 Uhr: Neonazis zeigen Präsenz - in weiter Entfernung

In einigen hundert Metern Entfernung, an der Ecke zur Tusneldastraße, stehen einige Neonazis, umringt von Polizisten. Der Veranstaltung haben sie sich bisher nicht genähert. Unser Reporter vor Ort berichtet jedoch, dass die kleine Gruppe bisher nur wenigen Besuchern aufgefallen sei.

15.20 Uhr: Rede von Rabbiner Babaev

Baruch Babaev, Rabbiner der jüdischen Gemeinde Dortmund, spricht nun auf dem Wilhelmplatz. Es wird ein hebräisches Lied gesungen, dann gibt es eine Gedenkminute. Auf bunten Plakaten positionieren sich die Besucher, darunter der Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus, gegen Antisemitismus und Rassismus.

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Zwischen 150 und 200 Personen sind zur Gedenkveranstaltung nach Dorstfeld gekommen. © Thomas Thiel

15 Uhr: Um die 200 Personen vor Ort

Pünktlich um 15 Uhr begann am Freitag die Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Novemberpogrome am Dorstfelder Wilhelmplatz. Unser Reporter vor Ort schätzt die Teilnehmerzahl auf 150 bis 200 Personen. Die Bus- und Bahnhaltestelle Wittener Straße wird bereits seit etwa 14.30 Uhr nicht mehr angefahren, die Bahnen fahren an der Haltestelle vorbei.

Unser Vorbericht zur Veranstaltung:

Zur Erinnerung an die Pogromnacht vor 81 Jahren werden am Freitag (8. November) Hunderte Menschen im Dorstfelder Zentrum erwartet. Im November 1938 ließen die Nazis Synagogen anzünden, Wohnungen und Geschäfte jüdischer Bürger wurden geplündert.

Die Dorstfelder „Quartiersdemokraten“ laden jetzt zu einer Gedenkveranstaltung ein. Treffpunkt ist das Mahnmal für die Synagoge an der Haltestelle Wittener Straße. Auf dem Wilhelmplatz zeigen Schulen und andere Organisationen seit 14 Uhr ein Rahmenprogramm.

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„Gemeinsam möchten wir zeigen, dass wir Verantwortung tragen, dass diese schrecklichen Ereignisse nie wieder passieren und Antisemitismus auch heute in Dortmund keinen Platz haben darf“, so die Quartiersdemokraten, ein von einem Dorstfelder Verein getragenes Projektteam.

Busse und Bahnen halten nicht

Um 15 Uhr beginnt die Gedenkstunde, bereits zuvor wurde auch die Bus- und Bahnhaltestelle gesperrt. Betreiber DSW21 plant Umleitungen für die Busse 447, 465 und 466 - die Stadtbahnen U43 und U44 fahren ohne Halt an der Wittener Straße vorbei. Wie lange die Beeinträchtigungen bleiben, wird in Absprache mit der Polizei vor Ort entschieden.

Im letzten Jahr nahmen 500 Personen an der Veranstaltung teil, Rechtsextremisten hatten versucht, den Ablauf zu stören. Erfahrungsgemäß werden viele Polizisten in Dorstfeld zu sehen sein.

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