Die Polizei kontrollierte am Wochenende mit einem großen Aufgebot die Auto-Szene auf dem Dortmunder Wall. © Schaper
Tempo 30 auf dem Wall

Polizei-Bilanz: 14 Fahrzeuge sichergestellt und viele weitere Verstöße

Tempo-30-Start am Wall: Für die Dortmunder Polizei bedeutete dies ein Schwerpunkteinsatz. Und obwohl dieser lange angekündigt war, konnte sie in ihrer Bilanz viele Verstöße melden

Die Polizei hat mit vielen Kräften, darunter Verstärkung aus Köln, am Freitag und am Samstag verstärkt auf dem Wall kontrolliert. Ein Anlass für den Schwerpunkteinsatz war die neue Verschärfung der Tempo-Regelung auf dem Wall. Seit Freitag gilt hier eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometer in der Zeit von 21 bis 5 Uhr.

In einer Pressemitteilung zog die Polizei am Sonntag Bilanz: Mit der Kölner Polizei sei sie durch Spezialkräfte in Sachen „illegale Fahrzeugrennen und deren Begleiterscheinungen“ unterstützt worden.

Rennen direkt vor den Augen der Polizei

In der Nacht von Freitag auf Samstag (23.1.) seien „etwa 300 der Szene zuzurechnenden Fahrzeuge“ auf dem Wallring unterwegs gewesen. Die Polizei sperrte teilweise den Wall, um den Verkehr zu entzerren. Zusätzlich wurden stationäre Kontrollstellen eingerichtet. Einen ausführlichen Bericht von Freitagnacht gibt es hier.

Die Polizei habe bei dem ersten Einsatz am Wochenende 111 Fahrzeuge und 164 Personen kontrolliert. Acht Platzverweise seien ausgesprochen worden.

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Freitagabend am Wall mit Tempo 30

Zusätzlich stellte die Polizei neun Fahrzeuge in der Nacht zu Samstag sicher: Davon seien sieben einem Gutachter vorgestellt worden, zwei weitere seien Teil eines illegalen Autorennens auf dem Wall gewesen.

Die beiden Fahrer, ein 21-jähriger aus Hamm und ein 31-jähriger Dortmunder, lieferten sich auf dem Ostwall ein Beschleunigungsrennen, allerdings direkt vor den Augen der Polizei.

In der Pressemitteilung heißt es, dass einem der Fahrer nach „mehrfachen riskanten Spurwechseln“ das Heck ausbrach, zu einem Unfall kam es allerdings nicht. Die beiden Männer mussten jeweils ihre Autos (ein Jaguar und ein Mercedes), ihre Führerscheine und ihre Mobiltelefone bei der Polizei lassen. Laut Polizei erwarte sie nun ein Strafverfahren wegen der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen.

Polizei: „Keine Hupkonzerte“

Von Samstag auf Sonntag (24.1.) wurde die Polizei ebenfalls unterstützt, dieses Mal von Mitarbeitern der Stadt Dortmund. In der Nacht zu Sonntag seien laut Polizeibericht 450 Szene-typische Autos auf dem Wall unterwegs gewesen, wovon 152 kontrolliert wurden.

Bei den Kontrollen wurden zudem 210 Personen kontrolliert – sechs bekamen Platzverweise.

Auch bei diesem Einsatz war ein Gutachter vor Ort, er kontrollierte fünf Fahrzeuge.

Es kam in der Nacht zu 19 Geschwindigkeitsverstößen. Besonders auffällig sei ein Autofahrer auf der Brackeler Straße gewesen, er war mit 120 km/h anstatt erlaubten 70 unterwegs – ihn erwarte jetzt ein Ordnungswidrigkeitsverfahren.

Die städtischen Kontrolleure hätten zudem weitere verkehrsrechtliche Verstöße festgestellt, unter anderem Fahren unter Alkoholeinfluss und mit Mobiltelefon am Steuer. Genaue Zahlen dazu werden in der Pressemitteilung nicht erwähnt.

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Wall-Rundgang: Erste Nacht mit Tempo-Limit

Die Stadt habe zusätzlich wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung 31 Anzeigen angefertigt, wegen Verstößen gegen das Landesimmisionsschutzgesetzt seien es 20 gewesen.

Die Aktionen scheinen zu wirken: An diesem Wochenende gab es keine Hupkonzerte, die den Anwohnern des Walls den Schlaf raubten, so die Polizei.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
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Robin Albers

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