Polizei: Flirten durchs Autofenster sorgte für Staus auf dem Wall

Wochenend-Einsätze

Zwei Nächte nacheinander war die Dortmunder Polizei am Wochenende gegen Raser und rücksichtslose Autofahrer im Einsatz. Dabei war jedoch auch Romantik im Spiel.

Dortmund

02.08.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Durchs Autofenster sollen einige Dortmunder am Wochenende geflirtet haben - und damit Staus auf dem Wall verursacht haben. (Symbolbild)

Durchs Autofenster sollen einige Dortmunder am Wochenende geflirtet haben - und damit Staus auf dem Wall verursacht haben. (Symbolbild) © Clint McKoy/Unsplash

Sowohl in der Nacht zu Samstag als auch zu Sonntag kontrollierte die Polizei Autofahrer in der Innenstadt und in Hörde.

Mit „riskanten Manövern und qualmenden Reifen“ soll ein 23-jähriger Mercedes-Fahrer aus Werne in der Nacht zu Samstag, 1. August, vor der Polizei geflohen sein.

Wie die Behörde berichtet, wurde gegen 2 Uhr eine Polizeistreife in Hörde auf laute Motoren- und Auspuffgeräusche aufmerksam. Die Polizisten waren zu dem Zeitpunkt am Phoenix-See im Einsatz, um Raser und Tuner zu kontrollieren.

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Als diese auch den 23-Jährigen anhalten wollten, habe der mit seinem Mercedes die Flucht ergriffen. Dabei sei mehrfach das Heck des Pkw ausgebrochen, sagt die Polizei. Die Flucht des jungen Mannes endete in der Clarissenstraße - einer Sackgasse.

Flucht aus Angst vor der Polizei

Die zwei Insassen des Pkw wollten zunächst zu Fuß weiter fliehen, kamen aber schließlich zum Auto zurück. Die Polizei stellte sowohl den Führerschein des Fahrers und das Auto sicher. Der junge Mann gab offenbar an, aus Angst vor der Polizei geflohen zu sein.

Auch in der Innenstadt waren laut Polizei am Wochenende viele „hochwertige und PS-starke Pkw überwiegend aus umliegenden Städten unterwegs.“ Die Polizei sei in der Nacht zu Sonntag, 2. August, im Einsatz gewesen, um illegale Rennen zu stoppen und Lärm zu verhindern.

Die Beamten stellten demnach einen zu lauten Ford-Mustang sicher, über den nun ein Sachverständiger ein Gutachten erstellen wird.

Flirten durchs Seitenfenster

Kurios ist auch der Grund, aus dem die Polizei einigen Fahrerinnen und Fahrern auf dem Wall Platzverweise erteilt haben will: „Weil sie aus ihren Autos heraus in der Dortmunder Innenstadt offenbar auf Partnersuche gingen.“

Sie sollen Staus auf dem Wallring verursacht haben, weil sie durch geöffnete Seitenscheiben flirteten. Das aber, findet die Polizei, habe mit Romantik nichts zu tun. Anwohner des Walls würden sich immer wieder bei der Polizei über den starken Lärm beschweren, der nachts in der Innenstadt durch Autofahrer entstünde.

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Die Polizei gibt an, in der Nacht zu Sonntag insgesamt 40 Fahrzeuge kontrolliert zu haben.

Die Polizei ist regelmäßig in der Innenstadt und am Phoenix-See im Einsatz, um durch Kontrollen gegen Raser und illegales Tuning vorzugehen.

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