Verkehr am Wall

Polizei Dortmund will legalen Tunern keinen Raum für Treffen geben

Die Stadt Dortmund hat bereits mitgeteilt, dass sie nicht an einem Dialog mit der Auto-Szene vom Wall interessiert ist. Jetzt erteilt auch die Polizei einem Wunsch der Fahrer eine Absage.
Die Polizei sucht ein 16-jähriges Mädchen. © Kevin Kindel

Hunderte Autofahrer sind an den ersten Wochenenden des Jahres nachts auf dem Wall ohne erkennbares Ziel unterwegs. Manche wollen ihre Autos vorführen, andere suchen neue Bekanntschaften, manche rasen auch deutlich zu schnell und rücksichtslos über die Straßen.

Um lärmgeplagte Anwohner zu entlasten, wurde zuletzt die Forderung nach einem legalen Treffpunkt Thema.

Autofahrer kommen sogar aus den Niederlanden

Polizeipräsident Gregor Lange sagte dazu aber am Freitag (15.1.): „Wir glauben nicht, dass das Sinn macht, so einen Anziehungspunkt zu schaffen.“ In der bislang bestehenden Situation sei es schon so, dass viele der Autofahrer aus weit her nach Dortmund kommen – etwa aus dem Sauerland und teils sogar aus den Niederlanden, so Lange.

„Da macht es keinen Sinn, hier noch ein offizielles Angebot zu schaffen“, so der Polizeipräsident: „Wir möchten die Situation ja bereinigen.“ Die Polizei habe in den vergangenen Monaten schon viel getan, um der Lage Herr zu werden, aber man müsse feststellen: „Es ist noch nicht das Ergebnis da, das wir wollen.“

Deshalb hat die Behörde in dieser Woche auch verkündet, den „Kampf gegen Raser, Poser und illegale Tuner“ zum strategischen Schwerpunktziel zu machen. Mit langem Atem wolle man die Ressourcen dafür bündeln.

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