Polizei Dortmund

Polizei über häusliche Gewalt: „Virus beeinträchtigt Hilfe nicht“

Zum Aktionstag gegen Gewalt an Frauen wendet sich auch die Dortmunder Polizei mit einem Appell an die Bevölkerung - und legt Zahlen dieses Jahres vor.
In 80 von 100 Fällen sind die Opfer von häuslicher Gewalt weiblich. © picture alliance/dpa

Im Zuge des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und der damit verbundenen Aktion „orange your city“ hat die Polizei Dortmund sowohl Zahlen zu häuslicher Gewalt in Dortmund vorgelegt, als auch einen Aufruf ausgesprochen Gewaltakte dem Notruf zu melden.

Dortmund Polizeipräsident Georg Lange sagt: „Die Pandemie schränkt uns nicht ein, im Gegenteil.“ Die Polizei sei „sensibilisiert“ für die besonderen Bedingungen, die während der Pandemie viele Opfer betrifft.

Daher bittet Lange: „Wählen Sie den Notruf 110. Wir helfen sofort.“ Das gelte für Opfer sowie für Zeugen. Polizei Pressesprecherin Nina Kupferschmidt sagt auf Anfrage, dass die Einsatz-Zahlen während der Pandemie zwar nicht angestiegen seien, man allerdings nicht unterschätzen dürfe, dass die Dunkelziffer durch die besonderen Umstände höher sein könnte als gewöhnlich.

In 80 von 100 Fällen sind die Opfer weiblich

Die Polizei könne anders als soziale Einrichtungen nur auf die gemeldeten Vorfälle blicken. Demnach sind von Januar bis Oktober 2020 931 Delikte gemeldet worden. 71 Prozent davon entfielen auf Körperverletzung oder auch gefährliche Körperverletzung.

Die restlichen 29 Prozent seien unter anderem Vergewaltigungen, Freiheitsberaubungen oder Beleidigungen. In 80 Prozent dieser Fälle seien Frauen die Opfer.

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