Polizei verdoppelt Festnahmen auf Nordstadt-Straßen

Intensive Kontrollen

Die Polizei ist seit Monaten verstärkt auf den Straßen der Nordstadt unterwegs - das zeigt Wirkung: Immer mehr Drogenhändler, Taschendiebe und Räuber gehen den Streifenpolizisten und Zivilfahndern direkt nach Straftaten ins Netz. Die Zahl der sogenannten "schnellen Festnahmen" in der Nordstadt hat sich zuletzt verdoppelt. Erst am Mittwochmorgen erwischte es zwei Straßenräuber.

DORTMUND

, 06.11.2014, 13:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Borsigplatz in der Nordstadt.

Der Borsigplatz in der Nordstadt.

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„Wir haben mehrfach unsere Ressourcen in der Nordstadt erhöht und stoßen an unsere Grenzen“, sagt Polizeipräsident Gregor Lange. In keinem anderen Stadtbezirk setze die Polizei so viel Personal ein wie in der Nordstadt. Fahrradstreifen, wie sie in der Innenstadt bereits unterwegs sind, sollen die Streifenteams unterstützen. Zugleich stellte Gregor Lange klar, dass die Polizei durch die Sondereinsätze im Bereich Drogenhandel mit ihren Mitteln nur die Symptome bekämpfe. Auch mit dem um etwa 20 Kräfte aufgestockte Personalstamm werde die Polizei das Kriminalitätsproblem in der Nordstadt nicht innerhalb eines Jahres lösen können.

Große Probleme bereiten ihr jugendliche Raubstraftäter und Taschendiebe, die ohne Eltern als Asylbewerber einreisen und das Internet für Absprachen nutzen, um Straftaten zu begehen. „Für diese Täter müssen wir spezielle Angebote schaffen“, sagte Gregor Lange. Gespräche mit der Stadt sind bereits vereinbart. Mit Blick auf die Kassenlage muss die Stadt Dortmund eventuell beim Personal der Ordnungspartner sparen. Die Nordstadt will Oberbürgermeister Sierau davon ausnehmen. Er und seine Dezernats-Kolleginnen und -Kollegen sowie der Polizeipräsident wollen in dem Bezirk „zwingend“ eng zusammenarbeiten, um die schwierige soziale Lage und die daraus resultierenden Folgen für die Kriminalität aufzufangen.

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