Polizeihund stellt Täter nach sexueller Belästigung

Dortmunder Hauptbahnhof

Mehrere Männer sollen am frühen Sonntagmorgen zwei Frauen (24 und 34) aus Werne und Hamm am Vorplatz des Dortmunder Hauptbahnhofs sexuell belästigt haben. Als die Frauen die Polizei riefen, flüchteten die Verdächtigen. Polizeihund Ivo verfolgte dann eine heiße Spur.

DORTMUND

13.11.2017, 11:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Polizeihund Ivo fand die Tatverdächtigen im Keuning-Park.

Polizeihund Ivo fand die Tatverdächtigen im Keuning-Park. © Bundespolizei

Gegen 4 Uhr informierte die Dortmunder Polizei die am Hauptbahnhof zuständige Bundespolizei über zwei Frauen, welche den Polizeinotruf gewählt hatten. Diese würden durch mehrere Männer auf dem Vorplatz belästigt.

Am Nordausgang trafen die Beamten auf „eine größere Männergruppe“. Diese flüchtete beim Anblick der Bundespolizisten in Richtung Nordstadt. Dabei wurden sie von mehreren Bundespolizisten verfolgt, unter anderem auch von Diensthund Ivo.

Ivo findet drei Männer im Gebüsch

Die Flucht endete im Keuning-Park. Dort versteckten sich mehrere der Tatverdächtigen, woraufhin Ivo zum Einsatz kam. Der Polizeihund nahm die Fährte der Männer auf und konnte drei Personen in einem Gebüsch stellen. Dort verharrten die Männer, offensichtlich beeindruckt von dem bellenden Hund, bis weitere Einsatzkräfte sie festnehmen konnten.

Die Verdächtigen, die sich im Park versteckten, waren zwischen 18 und 27 Jahre alt. Einen weiteren 24-jährigen Tatverdächtigen konnte ein Bundespolizist zusammen mit einem unbeteiligten Bürger am Eingang zum Keuning-Park festnehmen.

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Frauen beleidigt, geschubst und bespuckt

Nach Angaben der beiden belästigten Frauen, die aus Hamm und Werne stammen, hätten die Tatverdächtigen sie beleidigt, unsittlich berührt, bespuckt und geschubst.

Die Bundespolizei leitete gegen die Männer ein Strafverfahren wegen Beleidigung, Nötigung und sexueller Belästigung ein. Die Ermittlungen dauern an.

Beobachterinnen wollen Polizisten anzeigen

Zwei Beobachterinnen waren mit dem Einsatz aus unbekannten Gründen wohl nicht einverstanden. Sie dokumentierten die Maßnahmen der Polizei und notierten auch die Kennzeichen der Einsatzfahrzeuge. Auf ihr Verhalten angesprochen erklärten die Frauen den Polizisten, dass sie Strafanzeigen gegen sie stellen werden. Was sie den Einsatzkräften genau vorwarfen, ließen sie offen.

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