Poller sollen die nördliche Semerteichstraße sicherer machen

mlzSemerteichstraße

Die Stadt hat die nördliche Semerteichstraße, die gern als Schleichweg zur B1 genutzt wurde, dicht gemacht. Das sorgte für Ärger bei Anwohnern. Die Abpfostung hat aber einen wichtigen Grund.

von Verena Halten

Gartenstadt

, 18.07.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange nutzten viele Bürgerinnen und Bürger den nördlichen Teil der Semerteichstraße, der auf das Gewerbegelände am Westfalendamm 166 führte, als Schleichweg zur B1. Das sorgte lange für Ärger bei den Anwohnern und war ebenso lange Gesprächsthema bei der zuständigen Bezirksvertretung, wie uns unter anderem Simon Kinz von Dopark, dem Vermieter der dort ansässigen Geschäftsräume, mitteilte.

Poller sollen die nördliche Semerteichstraße sicherer machen

An der nördlichen Semerteichstraße blockieren mehrere Poller den Weg. © Martin Klose

Vor einigen Monaten wurde die Stadt Dortmund schließlich tätig und kam der Forderung der Anwohner nach, die nördliche Semerteichstraße abzuriegeln: Seitdem sorgen nämlich Poller dafür, dass eine Fahrt von dieser auf das Gewerbegebiet nicht mehr möglich ist.

Poller sollen die nördliche Semerteichstraße sicherer machen

Poller verhindern nun die Fahrt auf die naheliegende B1. © Verena Halten

Das sei auch Helge Bernd aufgefallen, der diese Strecke oft fährt - jedoch nur mit dem Rad. „Aber das war früher zur Stoßzeit manchmal echt brenzlich.“ Die Autofahrer seien auf ihrem Weg zur B1 nicht selten rücksichtslos gewesen, berichtet Bernd. Etwas, das auch Simon Kinz bestätigte. Autofahrer seien zu schnell gefahren und auch zu rasant. Das sei, seitdem es hier das Fitnessstudio John Reed und somit mehr Fußgänger und Radfahrer auf dem Gelände gebe, gefährlich und ein Problem gewesen. Dahingehend seihen die Poller also zu begrüßen.

Das sind die Vor- und Nachteile

Übergreifend bezeichnet Kinz die Poller als zweischneidiges Schwert. Sie hätten sowohl Vor- als auch Nachteile. Zwar sei es schade, dass Anlieger nun nicht mehr über die Semerteichstraße zu den Geschäften gelangen würden. Aber „aus Sicherheitsgründen ist es wohl besser so“, sagt er. Auch der Straßenbelag bleibt so verschont. Der Schleichweg wurde nämlich nicht nur von Pkw genutzt, sondern auch häufig von Lkw. Dadurch seien regelmäßige Ausbesserungen des Straßenbelags notwendig gewesen, sagt Kinz.

Poller sollen die nördliche Semerteichstraße sicherer machen

Auch der Straßenbelag an der Semerteichstraße litt darunter, dass diese lange als Schleichweg genutzt wurde. Denn auch Lkw nutzten diesen. © Verena Halten

Nun meldete sich die Stadt Dortmund zu Wort. Die Gehwegüberfahrt in Höhe der B1 diente laut dieser nur der Erschließung des Tankstellengrundstückes. Da diese Erschließung durch die nördliche Sackgasse Semerteichstraße „missbräuchlich als Zufahrt auf die B1“ genutzt wurde, wurde diese Zufahrtsmöglichkeit in Abstimmung mit der Bezirksvertretung Innenstadt-Ost und dem Tankstellenbetreiber mithilfe von Pollern geschlossen, informierte Sylvia Uehlendahl, die Leiterin des Tiefbauamtes. Probleme in den umliegenden Straßen seien der Stadt Dortmund nicht bekannt.

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