Positive Spiegelzelt-Bilanz

46.000 Besucher

Nach 108 Tagen ist Schluss. Das Festival Ruhrhochdeutsch 2011 ist Geschichte. Insgesamt wurden 46.000 Besucher am U-Turm gezählt. Am Dienstag zog Veranstalter Horst Hanke-Lindemann ein positives Fazit, fand aber auch kritische Worte.

DORTMUND

18.10.2011, 18:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

 Groß war auch das Programm im Schatten des U-Turms. Im Spiegelzelt hatten die Besucher die Qual der Wahl zwischen Lachen mit Bruno Knust, gute Laune mit den „Zwei vonna Südtribüne“, Lesungen mit Frank Goosen und noch viel mehr. „Es gab viele schöne Abende“, blickt Hanke-Lindemann zurück, während im Hintergrund der Abbau läuft. In drei Tagen ist das Spiegelzelt eingepackt. Rasch winkt der 58-Jährige Jan de Boer herbei. „Ohne ihn geht hier nichts“, stellt Hanke-Lindemann den Niederländer vor. „Das Zelt hat einen großen ideellen Wert. Deshalb sind wir beim Abbau und Transport auch sehr vorsichtig“, sagt de Boer noch schnell und packt direkt wieder mit an.

 Enttäuscht haben andere. „Die Düsseldorfer Kommödchen fand ich nicht gut. Man kann nicht mit einer Zweit- oder Drittbesetzung auf Tour gehen“, kritisiert der 58-Jährige. Auch von Comedian Fatih Cevikkollu sei er enttäuscht gewesen. „Er hat einfach vergessen, die Menschen abzuholen. Das Publikum wurde einfach nicht warm mit ihm.“  Doch insgesamt ist der Festival-Chef sehr zufrieden: „Wir haben die Marke Spiegelzelt weiter etabliert. Es waren wunderschöne dreieinhalb Monate.“ Schon jetzt laufen die Planungen für das kommende Jahr auf Hochtouren.Fest steht, dass Frank Goosen am 29. Juni das Spiegelzelt wieder eröffnet. „Das hat schon fast Tradition“, sagt Hanke-Lindemann, auf den jetzt noch jede Menge Papierkram wartet. Ende Oktober fährt der 58-Jährige in den Urlaub nach Italien – für eine Woche.   

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