An vielen Straßen in der Innenstadt lagen auch nach dem Sammel-Samstag noch Weihnachtsbäume. © Schaper
Entsorgung

Probleme bei Weihnachtsbaum-Sammlung: Tausende Tannen blieben liegen

Der Samstag nach dem Dreikönigs-Tag ist traditionell der Abholtermin für ausgediente Weihnachtsbäume. In diesem Jahr fand er unter Corona-Bedingungen statt. Nicht alles lief rund.

Meterhoch türmten sich am Samstagabend (9.1.) die ausgedienten Weihnachtsbäume auf dem Sammelplatz der EDG in der Nähe des Hafens. Aber leider auch am Montag danach noch an vielen Straßen etwa in der Dortmunder Innenstadt – denn bei der angekündigten Sammelaktion am Samstag schafften es die EDG-Teams nicht, wie geplant alle Weihnachtsbäume abzuholen.

„An der Hohen Straße wurden sie teilweise abgeholt, im Neuen Graben liegen noch alle da“, meldete etwa eine Dortmunderin über Instagram. „Unsere Straße hat die EDG heute bis 18 Uhr wohl noch nicht geschafft. Immerhin liegen die Bäume nicht einzeln kreuz und quer, sondern in Grüppchen und halbwegs sicher auf dem Grün zwischen Gehweg und Straße“, berichtete eine andere Dortmunderin bei Facebook am Samstag.

Zusätzliche Sammeltouren am Montag

Auch bei der EDG hat man solche Meldungen über die eigene Hotline und die Sozialen Medien aufmerksam registriert. „Die Bereiche, in denen noch Bäume liegen, sind uns bekannt“, berichtet EDG-Sprecherin Petra Hartmann auf Anfrage. Die Bäume würden nun im Laufe des Montags (11.1.) abgeholt.

Auf etwa 10 bis 15 Prozent schätzte Petra Hartmann am Montagvormittag die Menge der übriggebliebenen Weihnachtsbäume. Das sind bei gut 80.000 Bäumen, die Jahr für Jahr in Dortmund gesammelt werden, immerhin rund 10.000 Bäume. Und die fallen besonders an den Rändern der engen Wohnstraßen etwa in der südlichen Innenstadt auf, aber auch etwa aus Husen-Kurl, Huckarde und Nette gab es entsprechende Meldungen.

Der Grund für das Problem: Die 150 EDG-Mitarbeiter, die am Samstag für die stadtweite Sammlung im Einsatz waren, mussten um 17.30 Uhr Feierabend machen. Nach zehn Stunden Arbeitszeit war das zulässige Limit erreicht.

Corona erschwerte die Sammlung

Dass in dieser Zeit nicht alle Bäume abgeholt werden konnten, hat womöglich eine ganze Reihe von Gründen. Für Verzögerungen dürften etwa die Corona-Bedingungen gesorgt haben, die auch die Arbeit der EDG-Beschäftigten erschweren. Insbesondere fielen Helfer von ehrenamtlichen Organisationen, die in der Vergangenheit stets einen Teil der Sammlung übernommen hatten, coronabedingt aus.

„Die Kollegen, die unterwegs waren, hatten aber auch den Eindruck, dass mehr Weihnachtsbäume als üblich am Straßenrand lagen“, berichtet Petra Hartmann. Wie viele es am Ende tatsächlich waren, wird man erst sagen können, wenn alle Bäume eingesammelt sind. Das soll so bald wie möglich erledigt sein.

Die EDG musste bei der diesjährigen Weihnachtsbaum-Abholung auf die ehrenamtliche Hilfe verzichten. © Schaper © Schaper

„Wenn dann nach der Sammelaktion noch einzelne Bäume liegen bleiben, werden sie im Rahmen der Straßenreinigung im Laufe der Woche mitgenommen“, versichert die EDG-Sprecherin. „Alles, was an Weihnachtsbäumen an den Straßen liegt, wird beseitigt.“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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