Projekt Dornröschen: Hier können Gruppen in Dortmund kostenlos gärtnern

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Kostenlos ist toll. Wenn auch noch etwas Vernünftiges dabei herauskommt, ist es perfekt. Im Dortmunder Süden gibt es bald einen kostenlos nutzbaren Garten – unter einer Bedingung.

Aplerbecker Mark

, 18.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist ein idealer Ort, um in aller Ruhe ein Stück Land zu bewirtschaften. Mit Gemüse, Blumen oder auch Obststräuchern. Alles wird bald möglich sein am Tunnelweg in der Aplerbeckermark. Das Stück Land, was ab der nächsten Pflanzperiode 2020 zur Verfügung stehen wird, gehört der Aplerbecker Georgsgemeinde.

Rund 500 Quadratmeter sind es, die sich vom Tunnelweg parallel zur Aplerbecker-Mark-Straße in Richtung Süden ziehen. An das zurzeit völlig zugewucherte Stück Land schließt sich ein großes Feld an, das zum Teil auch im Besitz der Gemeinde ist. Eine sogenannte Frischluftschneise, nicht bebaubar. Also beste Voraussetzungen für den Anbau von gesundem Obst und Gemüse.

Ein Stück altes Grabeland wiederbeleben

Aber wie kam die Gemeinde darauf, aus dem Stück Land einen öffentlichen Garten zu machen? Und wer darf diesen dann überhaupt nutzen? „Die Idee kam bei einem Gespräch in der Gemeinde auf. Man könnte doch einen Garten gestalten, in dem verschiedene Gruppen einen Platz finden und ein bisschen gärtnern können“, sagt Ulrich Wemhöner von der Georgsgemeinde.

Projekt Dornröschen: Hier können Gruppen in Dortmund kostenlos gärtnern

Peter Trippe, Dr. Johannes Majoros-Danowski, Thomas van Hal und Ulrich Wemhöhner (v.l.) in dem zugewucherten Garten, der hergerichtet werden soll. © Jörg Bauerfeld

Und da die Gemeinde noch über ein altes Stück Grabeland in der Mark verfügte, war die Idee schnell umgesetzt. „In den letzten Jahren war das Stück Land als Grabeland verpachtet, jetzt ist es mittlerweile total zugewuchert“, sagt Wemhöner. Also gilt es in der Gemeinde zunächst einmal, die Ärmel hochzukrempeln. Wegen der schier unüberwindbaren Brombeersträucher hat die Aktion schon den Namen „Dornröschen-Projekt“ bekommen.

Ab Februar 2020 wird gerodet

Im Februar 2020 soll es losgehen, dann wird das Gelände „fein“ gemacht. Im Gemeinde-Gärtner-Team sind neben Ulrich Wemhöner und Pfarrer Dr. Johannes Majoros-Danowski auch Küster Peter Trippe und Jugendsozialarbeiter Thomas van Hal. Die beiden Letzteren sind unter anderem gelernte Gärtner und Landschaftsbauer und haben so auch den Hut auf, was die zukünftige Gartengestaltung angeht.

„Die Fläche wird in kleinere Parzellen eingeteilt, über die genaue Größe muss man sich noch unterhalten“, sagt Dr. Johannes Majoros-Danowski. Das würde aber flexibel gehandhabt. Es käme eben darauf an, was auf der Fläche angepflanzt werden solle.

Für alle Vereine oder Institutionen kostenlos

Ein Stück des Gartens nutzen kann im Übrigen fast jeder. Die einzige Bedingung: Die zukünftigen Gärtner müssen einem Verein oder einer Institution angehören. „Die Flächen sind nicht für Einzelpersonen gedacht, sondern für Gruppen“, sagt Wemhöner. Für Schulen oder Kindergärten, aber auch für Vereine aller Art. Interesse haben im Übrigen schon der Evangelische Kindergarten und die Aplerbeckermark-Grundschule gezeigt.

Hier die Kontaktdaten

Nur für Gruppen oder Institutionen

  • Wer Interesse an einem Stück Garten hat, der kann sich in den Gemeindehäusern der Georgsgemeinde in Aplerbeck melden
  • Oder per Mail an j.majoros-danowski@georgsgemeinde.de
  • Das Angebot gilt nur für Gruppen oder Institutionen.

Die Nutzung des Gartens ist im Übrigen kostenlos. Ein Wassertank, der noch auf dem Gelände aufgestellt werden soll, wird das Wasser zum Gießen liefern, ein Weg und eine Sitzgruppe sollen auch noch angelegt werden. Und dann heißt es „Ran an die Hacke, fertig, los“.

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