31-Jähriger soll Freundin vergewaltigt haben - vorm Prozess gibt‘s Streit

mlzVergewaltigungsprozess

Ein 31-jähriger Dortmunder soll im Dezember 2019 seine Freundin vergewaltigt haben. Noch bevor er sich dazu vor Gericht äußert, gibt es Unmut.

Dortmund

, 18.06.2020, 20:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Staatsanwaltschaft wirft einem 31-jährigen Dortmunder vor, im Dezember 2019 seine Freundin vergewaltigt zu haben. Laut Anklage fuhr er am 4. Dezember zur Wohnung der Frau und diese ließ ihn auch herein. In der Folgezeit soll es dann jedoch zu einem heftigen Streit gekommen sein, in dessen Verlauf der Mann auch handgreiflich wurde.

Schließlich soll der 31-Jährige die Wohnungstür abgeschlossen und seiner Partnerin mitgeteilt haben, er werde ihre Familie töten, wenn sie nicht mache, was er von ihr verlange. Dann soll es zur Vergewaltigung gekommen sein.

Aussage des Angeklagten noch ungewiss

Ob sich der Angeklagte selbst zu den Vorwürfen äußern will, steht noch nicht fest. Seine Verteidiger Michael Budde und Uwe Prein spielten am Freitag ein bisschen auf Zeit und erklärten außerdem, dass sie auch nicht entschieden hätten, ob sich ihr Mandant von einem psychiatrischen Sachverständigen begutachten lasse.

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Über die Auswahl des Gutachters sind nämlich nicht nur die Verteidiger, sondern auch die Anwältin des mutmaßlichen Opfers sauer. Zum einen ist der Mediziner am Gericht bisher weitgehend unbekannt. Zum anderen heißt es, er werde den Termin, an dem die Frau als Zeugin aussagen soll, leider verpassen. „Das halte ich für äußerst unglücklich“, schimpfte Opfer-Anwältin Henriette Lyndian - allerdings ohne Erfolg.

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