Prozess um Hammer-Morde läuft - Angeklagter war im Hungerstreik

Drei Tote

Diese Mordserie schockierte Dortmund: Im April soll ein Mann mit einem Schlosserhammer drei Menschen in der Nordstadt erschlagen haben. Eine Frau soll er zudem in Dorstfeld lebensgefährlich verletzt haben. Jetzt hat der Prozess gegen Zbigniew W. begonnen, dieser hat jüngst einen Hungerstreik beendet.

DORTMUND

von Von Martin von Braunschweig und Oliver Koch

, 10.10.2013, 02:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zuerst betrat der Angeklagte den Saal ohne sein Gesicht zu verdecken. Als er die Fotografen bemerkte...

Zuerst betrat der Angeklagte den Saal ohne sein Gesicht zu verdecken. Als er die Fotografen bemerkte...

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Prozess zu Hammer-Morden im Landgericht

Der Prozess zu den Hammer-Morden hat am Donnerstag im Landgericht begonnen. Hier die ersten Bilder aus dem Gerichtssaal.
10.10.2013
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Zuerst betrat der Angeklagte den Saal ohne sein Gesicht zu verdecken. Als er die Fotografen bemerkte...© Foto: Dieter Menne
Als er die Fotografen bemerkte, griff er eine Mappe, um sich unkenntlich zu machen.© Foto: Dieter Menne
Auftakt im Prozess gegen den mutmaßlichen Hammermörder.© Foto: Dieter Menne
Auftakt im Prozess gegen den mutmaßlichen Hammermörder.© Foto: Dieter Menne
Auftakt im Prozess gegen den mutmaßlichen Hammermörder.© Foto: Dieter Menne
Auftakt im Prozess gegen den mutmaßlichen Hammermörder von Dortmund, der mindestens drei Menschen erschlagen haben soll. Der Angeklagte verbirgt sein Gesicht hinter einer Mappe.© Foto: Dieter Menne
Der Angeklagte trägt Fußfesseln.© Foto: Dieter Menne
Der Prozess beginnt.© Foto: Dieter Menne
Der Angeklagte sitzt zwischen seinen Verteidigern.© Foto: Dieter Menne
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Der Prozess zu den Hammer-Morden hat am Donnerstag im Landgericht begonnen. Hier die ersten Bilder aus dem Gerichtssaal.
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Zuerst betrat der Angeklagte den Saal ohne sein Gesicht zu verdecken. Als er die Fotografen bemerkte...© Foto: Dieter Menne
Als er die Fotografen bemerkte, griff er eine Mappe, um sich unkenntlich zu machen.© Foto: Dieter Menne
Auftakt im Prozess gegen den mutmaßlichen Hammermörder.© Foto: Dieter Menne
Auftakt im Prozess gegen den mutmaßlichen Hammermörder.© Foto: Dieter Menne
Auftakt im Prozess gegen den mutmaßlichen Hammermörder.© Foto: Dieter Menne
Auftakt im Prozess gegen den mutmaßlichen Hammermörder von Dortmund, der mindestens drei Menschen erschlagen haben soll. Der Angeklagte verbirgt sein Gesicht hinter einer Mappe.© Foto: Dieter Menne
Der Angeklagte trägt Fußfesseln.© Foto: Dieter Menne
Der Prozess beginnt.© Foto: Dieter Menne
Der Angeklagte sitzt zwischen seinen Verteidigern.© Foto: Dieter Menne
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Der Grund für den bizarren Auftritt des Angeklagten wurde schnell klar: Der 52-Jährige hat die vergangenen 100 Tage im Hungerstreik verbracht. „Er hat nur Milch getrunken und dadurch erheblich an Gewicht verloren“, bestätigte Dr. Emanuel Biberich, der Anstaltsarzt des Dortmunder Gefängnisses, den Richtern. Von einst 101 ist der Angeklagte auf inzwischen 68 Kilo Körpergewicht abgemagert. Verhandlungsfähig sei er aber trotzdem, so der Arzt.

Zu den Vorwürfen wollte sich der 52-Jährige im Prozess zunächst nicht äußern. Die einzigen Wörter, die über seine Lippen kamen, waren „Es geht mir nicht gut“ und „Ich habe Kopfschmerzen.“ Der Angeklagte war am 12. April festgenommen worden, nachdem er auf der Arminiusstraße in Dorstfeld seiner Ex-Freundin aufgelauert und diese mit einem Hammer attackiert hatte. Die Frau erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen. Sie liegt bis heute im Koma.An den Tagen danach wurden in der Nordstadt in zwei Wohnungen insgesamt drei Leichen gefunden. Die beiden Männer und eine Frau waren ebenfalls erschlagen worden. Weil sie eine Verbindung zur Ex-Freundin des Angeklagten hatten, vermutet die Staatsanwaltschaft, dass sie sterben mussten, weil sie dem 52-Jährigen nicht den Aufenthaltsort der Ex-Freundin verraten wollten.

Der Prozess hat begonnen. Beamte führten den Angeklagten herein, der sein Gesicht hinter einer Mappe verbarg. Die Staatsanwaltschaft hält es für möglich, dass die drei Opfer sterben mussten, weil sie dem Angeklagten nicht den Aufenthaltsort seiner Ex-Freundin verraten wollten. Der Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen.  Zu Beginn des Prozesses wurde bekannt, dass der Angeklagte erst wenige Tage vor Prozessbeginn einen 100-tägigen Hungerstreik beendet hat. In dieser Zeit trank er nur Milch und magerte von 101 auf 68 Kilo ab. Grund des Hungerstreiks: Der Mann hält sich für unschuldig. 

Verhaftet wurde der damals 52-Jährige, nachdem er am 12. April seiner Ex-Freundin in der Arminiusstraße den Schädel eingeschlagen haben soll. Doch wie sich bald herausstellte, war das wohl nicht die einzige Tat des mutmaßlichen Täters.

auf einer größeren Karte anzeigen Fünf Tage später entdeckten Ermittler in einem Hochhaus in der Heiligegartenstraße eine Bekannte der Ex-Freundin. Sie lag tot in ihrer Wohnung - erschlagen mit einem Schlosserhammer. Nur einen Tag später der nächste Leichenfund: In der Mallinckrodtstraße entdeckten Ermittler zwei weitere Tote. Sie wurden ebenfalls erschlagen. Befürchtungen, dass es weitere Opfer in Dortmund gibt, erfüllten sich zum Glück nicht. Jetzt beginnt der Prozess am Landgericht.

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