Prozess um tödliche Messerstiche beginnt

Landgericht

Erst wurde gefeiert, dann floss Blut: Nach einer tödlichen Messerattacke in der Nordstadt beginnt am Donnerstag der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Die Anklage lautet auf Totschlag.

DORTMUND

von Von Jörn Hartwich

, 06.10.2011, 11:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

 Es war der Abend des 1. März 2011, als das Drama begann. Das spätere Opfer hatte in seiner Wohnung an der Gronaustraße offenbar eine Feier ausgerichtet, zu der auch der Angeklagte eingeladen war. Es wurde getrunken, dann kippte die Stimmung offenbar.Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 40-Jährige einen leichten Schlag ins Gesicht erhalten hat, daraufhin ein rotes Klappmesser zückte. Klingenlänge: acht Zentimeter. Laut Anklage stach er mehrmals mit Wucht auf Oberkörper und Bauch des Opfers ein. Der andere Mann – ebenfalls 40 – erlitt schwerste Verletzungen. Auch eine Not-Operation im Krankenhaus konnte sein Leben nicht retten. Er verstarb am nächsten Tag in der Klinik. Offizielle Todesursache: Herzkreislauf-Versagen, Verblutungsschock.

 Der Angeklagte wurde noch in der Wohnung festgenommen, sitzt zurzeit in der JVA Dortmund. Das Dortmunder Schwurgericht hat für den Prozess zunächst drei Verhandlungstage bis zum 20. Oktober vorgesehen. 

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