Prozess um Witwenmord: Gärtner bestreitet die Bluttat

Landgericht Dortmund

Vor dem Dortmunder Landgericht hat am Mittwoch der Prozess um den Mord an der Sölder Witwe Gisela A. begonnen. Der 71-jährige Angeklagte hatte der Seniorin zuletzt regelmäßig bei Gartenarbeiten geholfen. Mit der Bluttat vom 12. April will er nichts zu tun haben.

DORTMUND

26.10.2016, 13:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
An diesem Haus starb die 89-jährige Rentnerin an ihren schweren Stichverletzungen.

An diesem Haus starb die 89-jährige Rentnerin an ihren schweren Stichverletzungen.

Kaum hatte Staatsanwalt Jörg Schulte-Göbel die Anklageschrift verlesen, wollte sich der 71-Jährige auch schon zu Wort melden. Erst nach Intervention seines Verteidigers Jan-Henrik Heinz blieb er dann doch dabei, in dem Prozess keine Angaben machen zu wollen. Was der Angeklagte den Richtern mitteilen wollte, wurde dennoch schon wenig später klar. Bei einer Vernehmung durch den Haftrichter im Juni hatte er die Bluttat nämlich vehement abgestritten. „Ich habe mit dem Mord nichts zu tun. Ich war an dem Abend in einer Spielhalle“, steht in dem Protokoll der Vernehmung.

Der Staatsanwalt ist dagegen sicher, dass das nicht stimmt. Weil an der Leiche offenbar DNA des Angeklagten sichergestellt wurde, ist der 71-Jährige der Hauptverdächtige. Der Mann ist bereits vielfach vorbestraft und hat schon lange Jahre in Haft gesessen. Zuletzt bis 2011 sogar in Sicherungsverwahrung.

Nach der Bluttat soll der Angeklagte zunächst das Haus der Witwe nach Wertgegenständen durchsucht und anschließend an mehreren Stellen Feuer gelegt haben. Gisela A. muss beim Ausbruch des Brandes noch gelebt haben, doch sie verblutete am Tatort.

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