Prozessbeginn: 23-Jähriger soll zwei Kinder vergewaltigt haben

Landgericht

Er saß in Untersuchungshaft, weil er eine 11-Jährige vergewaltigt haben soll. Dann wurde er freigelassen und soll anschließend einer 13-Jährigen ähnliches angetan haben. Jetzt läuft sein Prozess.

Dortmund

, 29.12.2020, 16:43 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Taten haben viele Dortmunder im Sommer schockiert - dass es überhaupt zum zweiten Vorfall kommen konnte, war für viele Menschen nicht nachvollziehbar. Ein 23-Jähriger steht seit Dienstag (29.12.) vor Gericht, weil er zwei junge Mädchen vergewaltigt haben soll.

Der erste Fall, der dem Mann vorgeworfen wird, ereignete sich am 20. Juni, einem Samstag. Er soll ein 11-jähriges Mädchen vergewaltigt haben, wurde wenig später festgenommen, Untersuchungshaft wurde angeordnet. Doch nach zwölf Tagen wurde er entlassen - weil man keine Fluchtgefahr und keine Wiederholungsgefahr sah, wie die Staatsanwaltschaft später mitteilte.

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Noch im Monat seiner Entlassung kam es am 28. Juli (Dienstag) offenbar zu einer weiteren Tat. Der Verdächtige soll eine 13-Jährige in einen Hausflur in der Nordstadt gelockt haben und sei dann über sie hergefallen. Das Opfer gab eine detaillierte Täterbeschreibung ab, sodass der Verdächtige in der Nacht danach auf der Straße festgenommen wurde.

Der Angeklagte will sich nicht äußern

Zu Beginn des Prozesses am Dortmunder Landgericht hat der Angeklagte nur angekündigt, sich nicht zu den Vorwürfen äußern zu wollen, wie Richterin Nesrin Öcal mitteilt. Ein Urteil wird für Februar erwartet, ein Teil des Prozesses wird wohl unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, um die jungen Mädchen zu schützen.

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