Dortmunder Schüler sollen Mord an Lehrer geplant haben - Prozess verschiebt sich

mlzJugendliche angeklagt

Drei Jugendliche sollen versucht haben, einen Lehrer der Martin-Luther-King-Gesamtschule zu ermorden. Sie sollen nun vor Gericht stehen - doch der Verhandlungsauftakt verschiebt sich.

Dortmund

, 06.01.2020, 15:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Beginn des Prozesses um ein mögliches Mordkomplott gegen einen Lehrer der Martin-Luther-King-Gesamtschule am Landgericht verschiebt sich um einige Tage.

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Wie Gerichtssprecherin Nesrin Öcal am Montag mitteilte, muss der für den 9. Januar vorgesehene Verhandlungsauftakt „aus gerichtsinternen Gründen“ verschoben werden. Nun peile die zuständige 31. Jugendstrafkammer den 28. Januar als ersten Verhandlungstag an.

Angeklagte sind 17, 18 und 19 Jahre alt

Wie berichtet, müssen sich die drei 17, 18 und 19 Jahre alten Angeklagten wegen versuchten Mordes und Verabredung zu einem Verbrechen vor Gericht verantworten. In Untersuchungshaft befinden sie sich nach wie vor nicht.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio vor, den Lehrer am 9. Mai unter einem Vorwand auf einen abgelegenen Teil des Lehrerparkplatzes gelockt zu haben. Angeblich hatten sie im Sinn, den Pädagogen mit einem Hammer zu erschlagen. Wie es heißt, soll der jüngste Angeklagte mit der Benotung durch den Lehrer nicht einverstanden gewesen sein.

Die Situation soll dem Lehrer jedoch sofort merkwürdig vorgekommen sein. Er gab später an, ganz bewusst keinem der Schüler den Rücken zugedreht zu haben. Diese Vorsicht könnte ihm also das Leben gerettet haben. Nachdem ein weiterer Schüler seinen Eltern von dem Vorhaben der anderen Jugendlichen erzählt haben sollte, wurde das Trio vorläufig festgenommen. Zu einem weiteren Mordversuch, zu dem sie sich über Kurznachrichten verabredet haben sollen, kam es nicht mehr.

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