Psychisch Kranker soll Dortmunderin (6) missbraucht haben

Schwerter vor Gericht

Ein Jahr nach einem mutmaßlichen sexuellen Übergriff auf ein sechsjähriges Mädchen an einer Schule in Oespel hat vor dem Hagener Landgericht der Prozess begonnen. Der 19-jährige Angeklagte aus Schwerte ist psychisch schwer krank. Die Staatsanwaltschaft forderte daher die Einweisung in eine geschlossene Einrichtung.

SCHWERTE

12.01.2016, 13:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizei am Tatort in Dortmund-Oespel.

Die Polizei am Tatort in Dortmund-Oespel.

Ein 19-jähriger Schwerter steht seit Dienstag vor dem Hagener Landgericht. Er soll sich an einem sechsjährigen Mädchen vergangen haben. Es war die Geistesgegenwart von zwei Frauen, die am 9. Januar 2015 möglicherweise noch Schlimmeres verhinderte.

Die beiden Zeuginnen beobachteten, wie sich der junge Mann mit einer Sechsjährigen hinter die Schule "Am Dorney" verzogen hatte. Lautstark schlugen sie den mutmaßlichen Sextäter in die Flucht und machten geistesgegenwärtig noch ein Foto des Mannes mit einem Handy. Diese Aufnahme führte schließlich nur rund zwei Stunden später zur Festnahme des Angeklagten.

Fünf Wochen in Untersuchungshaft

Gut fünf Wochen befand sich der heute 19-Jährige anschließend in Untersuchungshaft. Und obwohl er derzeit offiziell haftverschont ist, wohnt er nicht mehr zu Hause. 

Stotternd und mit großen Schwierigkeiten teilte er den Hagener Richtern beim Prozessauftakt am Dienstag mit, dass er sich zurzeit in einer Therapieeinrichtung bei Paderborn aufhalte. Dass es dem jungen Schwerter nicht gut geht, war nur allzu offensichtlich. Die Verhandlung findet daher komplett unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Möglicherweise muss der 19-Jährige noch viele Jahre in einer geschlossenen Einrichtung verbringen. Ziel des Prozesses ist für die Staatsanwaltschaft, dass der Angeklagte auf unbestimmte Zeit in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen wird - weil er sich als Gefahr für die Allgemeinheit entpuppt habe.

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