Radsportzentrum noch nicht am Ende

DORTMUND Seit fünf Jahren ist das Radsportzentrum auf dem Höchsten weitgehend verwaist, ruht die Baustelle. Doch der Dornröschenschlaf soll bald ein Ende haben.

von Von Oliver Volmerich

, 28.09.2007, 23:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Seit fünf Jahren ruht die Baustelle Radsportzentrum auf dem Höchsten.

Seit fünf Jahren ruht die Baustelle Radsportzentrum auf dem Höchsten.

Ein Sporthotel mit 85 Betten, Gastronomie, Trainings- und Reha-Zentrum für Sportler und Clubzentrale des Radsportclubs Olympia sollen in der früheren Jugendherberge entstehen. Die wurde dazu schon vor sechs Jahren gründlich aus- und umgebaut. Bis auffiel, dass es für den Ausbau auf drei Geschosse zwar Bauabnahmen, aber keine Baugenehmigung gab. Im Frühjahr 2002 verhängte die Stadt einen Baustopp, begann ein teilweise juristisch begleitetes Tauziehen.

Am Ende fand sich ein Kompromiss – in Form eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans, der die Umbauten nachträglich ermöglicht (wir berichteten). Die gesamte 2,6 Hektar große Gesamtfläche am Rande des Niederhofer Waldes wurde zugleich von einer Fläche für die Land- und Forstwirtschaft zu einem Sondergebiet umgewidmet. Denn auch die Außenanlagen sollten gründlich umgebaut werden. Neben 108 Parkplätzen soll auch ein 250 Meter langer Radparcours entstehen. Die Stadt forderte ihrerseits ökologische Ausgleichsmaßnahmen und die Garantie ein, dass der Verein für mindestens zehn Jahre Betreiber des Zentrums bleibt.

Baugenehmigung soll verlängert werden

Im Herbst 2004 hatte Ernst Claußmeyer als Vorsitzender des RC Olympia unter diesen Voraussetzungen dann endlich die lang ersehnte Baugenehmigung in den Händen. Fertig ausgebaut wurde der Komplex aber bis heute nicht. „Man habe durch den Baustopp viel Geld verloren – und nicht zuletzt auch Motivation“, erklärt Claußmeyer. Trotzdem sind die Pläne nicht ganz zu den Akten gelegt. Beleg dafür: Der Bauherr hat für die Baugenehmigung vom Oktober 2004, die nach drei Jahren in der kommenden Woche ausläuft, eine Verlängerung beantragt.

Sie wird derzeit im Bauordnungsamt geprüft, ist aus der Verwaltung zu erfahren. Und Claußmeyer kündigte auf RN-Anfrage an, in Kürze weitere Gespräche mit Stadtplanung und Bauordnung zu führen – und sich dann auch näher dazu äußern zu wollen, wann und wie es mit dem Radsportzentrum weiter geht.

Lesen Sie jetzt