Randalierende Jugendliche: Polizei will Stärke zeigen

mlzStraftäter in Dortmund

Seit Wochen machen gewalttätige Jugendliche Aplerbeck unsicher. Raub, Körperverletzung und Pöbeleien. Jetzt geht die Polizei in die Offensive und bittet die Bürger um Mitarbeit.

Aplerbeck

, 29.05.2020, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Anwohner im Ortskern von Aplerbeck, rund um den Marsbruchplatz oder den benachbarten Seitenstraßen, haben in den letzten Wochen einiges durchmachen müssen. Immer wieder gab es Ärger mit gewalttätigen Jugendlichen, die auch vor Raub und Körperverletzung nicht zurückschreckten.

Dabei im Übrigen nicht nur Jungen, sondern auch Mädchen. Allesamt aus schwierigen sozialen Verhältnissen oder auf der Straße lebend.

Polizei will gegen die Jugendlichen vorgehen

Jetzt scheint es so, als hätten die Jugend-Banden den Bogen überspannt, denn die Polizei will mit aller Schärfe gegen die Jugendlichen vorgehen. Die sind den Beamten durchaus bekannt.

Zwar sind, so die Polizei, immer wieder rund 40 Jugendliche in Aplerbeck anzutreffen – die große Mehrheit aus den angrenzenden Städten oder Stadtbezirken wie Derne, Wickede, Hörde, Brackel und auch Unna –, lediglich fünf Personen seien davon aber für den Großteil der Straftaten verantwortlich.

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Zwei davon stuft die Kriminalpolizei als Intensivtäter ein. Diese stehen unter Verdacht, andere Jugendliche aus Aplerbeck am helllichten Tage überfallen, geschlagen und ausgeraubt zu haben. Vorkommnisse, die sich in den vergangenen Wochen in Aplerbeck häuften.

Aufgrund von Zeugenaussagen konnten die Täter bereits mehrmals von der Polizei aufgegriffen werden. Bisher musste die Polizei die Minderjährigen aber immer wieder laufen lassen.

Mehr Polizei-Streifen vor Ort

Jetzt hat sich auch Dortmunds Polizeipräsident Georg Lange zu dem „Aplerbecker-Problem“ geäußert und zeigt klare Kante. Unter anderem mit mehr Polizei-Streifen vor Ort.

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„Es geht bei den uns bekannten Haupttätern um Bedrohung, Körperverletzung, Raub und räuberische Erpressung. Ich möchte klarstellen, dass die Zahl und die Schwere dieser Straftaten eine Untersuchungshaft auch bei Jugendlichen grundsätzlich nicht ausschließt“, so der Polizeipräsident. „Die in Aplerbeck aufgefallenen Jugendlichen wären nicht die ersten, die wir mit Unterstützung der Staatsanwaltschaft in die Untersuchungshaft gebracht haben.“

Bürger um Mithilfe gebeten

Um den Druck auf die Straftäter zu erhöhen, bittet die Polizei jetzt die Bürger um Mithilfe und bittet Betroffene von Straftaten, die aus Angst oder anderen Gründen noch nicht die Polizei verständigt haben, die Strafanzeige nachzuholen.

Zudem bittet die Polizei Anwohner, die Bedrohungen oder Ruhestörungen ausgesetzt sind, unverzüglich den Notruf 110 zu verständigen.

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