Raser, Poser, Tuner

Raser-Einsatz am Wall führt die Polizei auch in den Westen

In der Nacht zu Mittwoch führte die Polizei erneut Kontrollen am Dortmunder Wallring durch. Auch im Westen war sie im Einsatz und hatte es hier mit einem besonders auffälligen Raser zu tun.
In der Nacht zu Mittwoch (27. Januar) führte die Polizei erneut Kontrollen am Dortmunder Wallring durch. Ein besonders auffälliger Raser führte sie in den Westen der Stadt. © Oliver Schaper (Archiv)

Die Polizei Dortmund hat in der Nacht zu Mittwoch (27. Januar) erneut rund um den Wallring kontrolliert. Aber auch ein Einsatz im Westen beschäftigte die Polizei. Etwa 50 Fahrzeuge von Rasern, Posern und (illegalen) Tunern seien in der Nacht unterwegs gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Bilanz des Einsatzes am Wall: In der Nacht wurden drei Verwarngelder wegen unnützen Hin- und Herfahrens und vier wegen sonstiger Verstöße verhangen. Es kam außerdem zu fünf Ordnungswidrigkeiten: Vier Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung und eine wegen des Fahrens unter Einfluss von Drogen. 24 Personen bekamen von der Polizei einen Platzverweis ausgesprochen.

Laut Polizei habe das Fahrzeugaufkommen gegen 1 Uhr „rapide“ abgenommen.

Heck des Mercedes bricht aus

Im Dortmunder Westen kam es später in der Nacht zu einem weiteren Raser-Einsatz. Ein Mercedes war gegen 2.45 Uhr mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Rahmer Straße Richtung Osten unterwegs.

Mehrfach soll der Wagen „weit über 100 km/h“ erreicht haben, so die Polizei. Lauter werdende Motorengeräusche und Reifenquietschen seien zu hören gewesen. In der Pressemitteilung der Polizei heißt es, dass einer der Fahrer vom Wallring in den Westen gefahren sein könnte – das sei aber „reine Spekulation“.

Die Spritztour fand an einem Bahnübergang vor dem Wischlinger Weg ihren Höhepunkt: Dort soll das Heck des Mercedes ausgebrochen sein, nach einer starken Bremsung konnte der Fahrer das Fahrzeug jedoch wieder stabilisieren. Direkt danach beschleunigte der Fahrer wieder auf über 100 km/h.

Für einen kurzen Moment hielt sich der Fahrer dann doch noch an die erlaubten 50 km/h, bevor er hinter der Roßbachstraße parkte.

Dortmunder war ohne Führerschein unterwegs

Dort kontrollierte die Polizei den Fahrer, ein 24-jähriger Mann aus Dortmund. Einen Führerschein habe er den Beamten nicht vorzeigen können. Deshalb wurde der Mercedes beschlagnahmt.

Dem 24-Jährigen wurde „das Nutzen fahrerlaubnispflichtiger Kraftfahrzeuge“ von der Polizei untersagt. Im Kofferraum des Mercedes hätten die Beamten außerdem ein Klappmesser gefunden.

Gegen den Dortmunder werden jetzt Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts des grob verkehrswidrigen und rücksichtslosen Fahrens und um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen.

Er hatte außerdem noch zwei 23-jährige Dortmunder als Beifahrer im Auto sitzen. Für sie stellte die Polizei Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung aus.

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