Reaktion auf Graffiti-Einsatz: Nazis kündigen drei Kundgebungen in Dortmund an

Rechtsextremismus

Rechtsextreme haben für die kommenden Tage gleich drei Kundgebungen in der Dortmunder Innenstadt angemeldet. Sie wollen gegen den Graffiti-Einsatz der Polizei in Dorstfeld protestieren.

Dortmund

, 10.09.2019, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Reaktion auf Graffiti-Einsatz: Nazis kündigen drei Kundgebungen in Dortmund an

Der Sonnenplatz im Kreuzviertel ist einer von drei Orten in Dortmund, an denen Nazis in den kommenden Tagen demonstrieren wollen. © Archiv

Gleich drei sogenannte Standkundgebungen haben Rechtsextreme für die kommenden Tage in Dortmund angemeldet. Jeweils 50 Teilnehmer sollen von Donnerstag bis Samstag (12. bis 14. September) an verschiedenen prominenten Orten stehen:

  • Platz der Deutschen Einheit vor dem Hauptbahnhof (Donnerstag, 19.30 bis 22 Uhr)
  • Nordmarkt (Freitag, 19.30 bis 22 Uhr)
  • Sonnenplatz nahe der Möllerbrücke im Kreuzviertel (Samstag, 13 bis 16 Uhr)

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Hinter den Anmeldungen steht die Partei Die Rechte. Die Titel der Veranstaltungen beginnen jeweils mit „Während die Polizei in Dorstfeld eine Wand bewacht...“ Im Folgenden nennt die Partei jeweils lokal unterschiedliche Behauptungen zu angeblich steigender Kriminalität.

Am vergangenen Freitag hat ein großer Polizeieinsatz die Rechtsextremen in Dorstfeld verärgert. Graffiti-Künstler haben an der Emscherstraße unter großem Polizeischutz die berüchtigten „Nazi-Kiez-Graffiti“ übermalt, während vom Haus gegenüber schwarz-weiß-rote Fahnen wehten. Damit das neue Wandbild nicht beschmiert wird, sind immer wieder Polizisten vor Ort.

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