Rechtsextreme und Nazigegner demonstrierten am Mittwoch

Verkehrsbehinderungen

Die Demo-Sommerpause ist vorbei: Rechtsextreme haben an der Katharinentreppe für Mittwochabend eine Kundgebung angemeldet. Gegen sie protestierten Nazigegner mit einem eigenen Demozug nach Dorstfeld. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.

DORTMUND

, 23.08.2017, 02:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nazis bei einer früheren Demo in der Dortmunder Innenstadt.

Nazis bei einer früheren Demo in der Dortmunder Innenstadt.

Die Neonazis demonstrieren abermals gegen das 2012 ausgesprochene Verbot des „Nationalen Widerstands Dortmund“. Die Demonstration beginnt um 19 Uhr in der Katharinenstraße in der Innenstadt.

Das Dortmunder Anti-Nazi-Bündnis „Blockado“ kontert die Demonstration mit einer Gegenaktion: Es will ab 18.30 Uhr von der Kampstraße / Ecke Katharinenstraße aus „lautstark“ Protest äußern, dann nach Dorstfeld ziehen und dort „für ein solidarisches Dorstfeld ohne Nazis“ auf die Straße gehen.

U43 und U44 werden zwischenzeitlich unterbrochen 

Während des Demo-Zugs nach Dorstfeld wird erfahrungsgemäß auch die Rheinische Straße gesperrt. Das hat auch Auswirkungen auf den Stadtbahn-Verkehr. Stadtbahn-Betreiber DSW21 weist darauf hin, dass es aufgrund der Demos zwischen 18.30 Uhr und 22 Uhr zu Einschränkungen auf den Linien U43 und U44 kommen kann. "Die U43 fährt dann möglicherweise nur noch bis zur Haltestelle 'Westentor', so dass die übrigen Haltestellen zwischen 'Westentor' und Endstation 'Dorstfeld Betriebshof' vorübergehend nicht angefahren werden können", heißt es in einer Pressemitteilung. "Die Linie U44 wird eventuell in Dorstfeld unterbrochen. Sie fährt in diesem Fall dann vorübergehend nur in den beiden Streckenabschnitten zwischen 'Walbertstraße /Schulmuseum' und 'Wittener Straße' sowie zwischen 'Heinrichstraße' und 'Westfalenhütte'. Demnach entfallen die beiden Haltestellen 'Ofenstraße' und 'Ottostraße' ersatzlos."

Die genauen Beeinträchtigungen und ihre Dauer würden vom Verlauf der Demonstration abhängen, kurzfristige Änderungen seien dabei jederzeit möglich. 

Letzte größere Nazi-Demo war am 1. Mai

Die letzte größere Nazi-Demo erlebte Dortmund am 1. Mai. Damals zogen rund 250 Rechtsextreme durch Marten und Lütgendortmund - bedeutend weniger als zuvor erwartet. Knapp tausend Nazigegner demonstrierten gegen sie, dazu war es Stunden zuvor die traditionelle Gewerkschaftsdemo mit rund 2000 Teilnehmern durch die Innenstadt gezogen.

Jetzt lesen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt