Religiöser Fanatiker vor Gericht

03.09.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein religiöser Fanatiker muss sich am Mittwoch (5. September) vor dem Schwurgericht wegen versuchten Totschlags verantworten.

Wie unsere Zeitung exklusiv berichtete, hatte der 41-Jährige im April versucht, einen Rentner (71) aus Hombruch zu erschlagen. Der Täter hatte sein Opfer an der Haustür angesprochen: "Glauben Sie an Jesus Christus und den Heiligen Geist?" - Als der Senior entgegnete, er sei evangelisch, schlug der Fremde zu: Etwa zehn Mal traf eine Hantelscheibe den Kopf des Rentners, das ganze Treppenhaus war blutverschmiert. Drei Stunden nach der Tat erschien der 41-Jährige auf der Wache. "Er wollte sich nach dem Gesundheitszustand seines Opfers erkundigen", sagt Staatsanwalt Carsten Dombert. Als die Beamten ihn nach dem Grund für die blutige Attacke fragten, erklärte der Mann, er habe "im Auftrag von Jesus Christus" gehandelt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft kam der Dortmunder in die forensische Klinik nach Eickelborn.

Dort ist er noch immer untergebracht. Dombert geht davon aus, dass der Täter psychisch krank ist und im Zustand der Schuldunfähigkeit handelte - die Richter des Landgerichts müssen jetzt klären, ob der 41-Jährige dauerhaft in die geschlossene Anstalt muss. weg

Lesen Sie jetzt