Rehkitze sind klein und schutzlos und verharren instinktiv am Boden, wenn Gefahr droht, etwa durch einen Mähdrescher. © dpa
Mit Video

Retten statt Jagen: Jäger helfen Rehkitzen per Drohne und Wärmebild

Per Drohne und Wärmebildkamera retten Dortmunder Jäger Rehkitze vor dem sicheren Tod im Mähfeld. Jörg Tigges, Vorsitzender der Kreisjägerschaft, erklärt im Video wie das funktioniert.

Wenn im Mai und Juni die Rehkitze geboren werden, droht ihnen eine tödliche Gefahr – nicht in erster Linie durch Fressfeinde und auch nicht durch Jäger. Im Gegenteil: Die Grünröcke retten die kleinen Rehe, von denen immer noch viele großen Mähmaschinen auf Wiesen und Feldern zum Opfer fallen.

Früher wurden die Felder vor der Mahd sehr arbeitsaufwändig mithilfe der Jagdhunde abgesucht. Heute nutzen die Dortmunder Jäger eine vom Land finanzierte Hightech-Drohne mit moderner Wärmebildkamera.

Sind die Rehkitze aufgespürt, dürfen sie auf keinen Fall mit bloßer Hand angefasst werden; denn wegen des menschlichen Geruchs, der sich dadurch überträgt, würde die Ricke ihr Junges nicht mehr annehmen. Deshalb greifen die Jäger es nur mit Grasbüscheln oder ähnlichem, bevor sie es vor der Mahd in Sicherheit bringen.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle
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