Rettungswagen für Bello

Wenn Mietzi sich nicht mehr vom Baum traut, ruft Frauchen die 112. Doch nicht nur Katzen geraten in Not - für die Tierrettungen hat die Feuerwehr einen eigenen Wagen angeschafft.

28.01.2008, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Zwei breite "Schnauzen": Der neue Rettungswagen und Sennenhund "Dobby". </p>

<p>Zwei breite "Schnauzen": Der neue Rettungswagen und Sennenhund "Dobby". </p>

500 Mal mussten die Helfer im vergangenen Jahr ausrücken, um Tiere aus Notlagen zu befreien. "Die Palette solcher Einsätze ist breit", sagt Feuerwehrsprecher Thomas Osthoff, "Kleintiere steckten in Abflussrohren fest, Rehe kamen nicht mehr aus dem Kanal oder herrenlose Hunde gefährdeten den Verkehr". Die Feuerwehr fängt Tiere zum Eigen- oder zum Schutz vor Menschen ein, leistet bei Verletzungen Erste Hilfe und übernimmt den Transport zum Tierheim, Tierarzt, Zoo oder Wildgehege.

Bei der Entwicklung des neuen Wagens haben viele geholfen: "Eine Menge Kollegen sind selbst Tierhalter und haben ihre Erfahrungen eingebracht", so Osthoff. Daneben halfen das Veterinäramt und der Tierschutzverein Groß-Dortmund. "Das Fahrzeug ist eine große Hilfe", sagte deren Vorsitzende Erika Scheffer gestern - und spendierte den Helfer einen Transportkorb für Katzen.

Der tierische Rettungswagen wird "mit Kollegen besetzt, die selber Tiere haben oder für solche Einsätze besonders geschult sind", erklärte der Feuerwehr-Sprecher. So hätte es bereits Fortbildungen für den richtigen Umgang mit knurrenden Hunden oder mit ausgebüxten Reptilien gegeben.

Der Opel Vivaro (Wert: knapp 40 000 Euro) verfügt über einen auswaschbaren "Tierraum", der beleuchtet, belüftet und beheizt ist. Rollwagen (zum Beispiel ein Hundekäfig) können über eine Rampe hineingeschoben und fixiert werden. An Bord ist neben umfangreichem "Fanggeschirr" alles Wichtige für die Behandlung von Wunden. Extra-Scheinwerfer ermöglichen das Ausleuchten von Einsatzstellen. Zudem lässt sich das Fahrzeug auch für andere Feuerwehreinsätze nutzen. weg

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