Revierpark muss sparen

DORTMUND Beliebt, aber defizitär. Der Revierpark Wischlingen steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Die Geschäftsführung denkt über diverse Spar-Modelle nach. Ein Vorschlag: die Verpachtung des Freizeithauses Wischlingen.

von Von Jörg Heckenkamp

, 03.09.2007, 17:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Idylle trügt: Dem Revierpark Wischlingen bläst finanziell ein eisiger Wind ins Gesicht.

Die Idylle trügt: Dem Revierpark Wischlingen bläst finanziell ein eisiger Wind ins Gesicht.

Problem: Zahlreiche Vereine und Organisationen könnten einen beliebten Veranstaltungsort verlieren. Der Vorschlag das Freizeithaus mit dem großen Veranstaltungssaal zu privatisieren steht schon länger im Raum. "Heute will unser Verwaltungsrat über diesen Vorschlag abstimmen", sagt Geschäftsführer Uwe Büscher. Sollte der Verwaltungsrat zustimmen, wäre das ein wichtiges Signal. Denn, so Büscher: "Die Verpachtung des Freizeithauses ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Konsolidierung:"

Örtliche Vereine und Veranstalter sind darüber weniger erfreut. So muss sich beispielsweise der Theaterverein "Fidelitas", der seit 1984 seine Karnevals-Sitzungen im Revierpark Wischlingen ausrichtet, möglicherweise nach einer neuen Spielstätte umsehen. Denn feste Buchungen nimmt der Revierpark wegen der Privatisierungs-Bemühungen nicht mehr an. Und ob ein privater Betreiber solche Termine übernimmt, und vor allem zu welchen Konditionen, ist unklar.

Weitere mögliche Schritte auf dem Weg, finanzielle Lasten zu minimieren, sind die Einrichtung einer Wohnmobil-Stellanlage auf einem der Parkplätze und die Überführung der Grünpflege des Parkes in kommunale Obhut.

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