Umfrage zeigt: die allermeisten Rewe-Kunden sind genervt von der engen Parkplatz-Situation

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Viele Rewe-Kunden in Brechten sind von der Parkplatz-Situation genervt. Der Politik bieten sich kaum Möglichkeiten, etwas zu ändern. Dennoch gibt es Vorschläge.

Brechten

, 04.02.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Resonanz auf die Berichterstattung über die Parkplatz-Situation am Rewe Tober in Brechten ist eindeutig. Mehr als 200 Leserinnen und Leser haben sich an einer Online-Abstimmung der Stadtteil-Redaktion beteiligt. Davon geben 88 Prozent an, dass sie etwas oder sehr genervt von den angebotenen Parkmöglichkeiten sind.

Ralf Hansmeier, Geschäftsführer des Rewe-Marktes in Brechten, sieht die Verantwortung, die Parkplatz-Situation zu verbessern, bei der Politik im Stadtbezirk, wie er im Gespräch mit der Redaktion sagte. Die Fraktionsvertreter in Eving sehen aber keine Möglichkeit, die Lage zu entschärfen.

Dass die räumliche Situation am und um den Rewe-Markt herum keine wirkliche Parkplatz-Erweiterung ermöglicht, darüber sind sich CDU, SPD und Grüne einig. Vertreter der Fraktionen weisen auf Anfrage darauf hin, dass sich die Diskussion um den Parkplatz bereits seit Jahren hinzieht. Alle Möglichkeiten, zusätzliche Stellplätze zu schaffen, seien besprochen worden und im Sande verlaufen.

Maximal fünf, sechs Parkplätze könnten geschaffen werden

Die Baumaßnahmen, die aktuell noch genannt werden, würden nur wenige zusätzliche Stellplätze ermöglichen. „Man könnte die Bushaltestelle auf der Wittichstraße verlegen“, hatte Petra Frommeyer, Fraktionsvorsitzende der CDU, eine Möglichkeit auf Anfrage genannt. „Das würde aber maximal fünf, sechs Parkplätze schaffen.“

Weiter vom Rewe entfernt Plätze zu schaffen, würde die Probleme auch nicht lösen, meint Gaby Hammacher, Fraktionsvorsitzende der SPD. „Es gibt zwar gegenüber vom Rewe Freiflächen“, so die Politikerin. „Aber die Kunden können ja schlecht ihre Einkaufswagen über die Evinger Straße oder die Wittichstraße schieben.“

Sie sieht alle Planungen als „ziemlich ausgereizt“ an. Deswegen hofft sie auf ein Umdenken bei den Kunden. „Viele Leute werden immer bequemer“, so Hammacher. „Gerade aus der näheren Umgebung und dem Neubaugebiet kann man auch mal zu Fuß gehen.“

Andere Anfahrtsmöglichkeiten zum Rewe nutzen

Auf ein Umdenken bei den Kunden hoffen auch die Grünen im Stadtbezirk. „Man sollte bei zukünftigen Planungen nicht alles auf die Autos ausrichten“, sagt Gisela Sichelschmidt, Sprecherin des Ortsverbandes der Partei. Stattdessen sollte die ÖPNV-Anbindung erhalten bleiben und beispielsweise sollten Stellplätze für Fahrräder und deren Anhänger geschaffen werden.

„Man kann, sofern man alleine keinen Familieneinkauf machen möchte, auch mit Bus, Bahn oder dem Fahrrad zum Einkaufen fahren“, so Sichelschmidt. Deswegen sollte aus ihrer Sicht auch die Bushaltestelle direkt am Rewe bleiben und nicht verlegt werden. Gisela Sichelschmidt: „Wir wollen das Auto nicht verteufeln. Vielleicht kommen in Zukunft mehr Kunden aus ihrer Komfort-Zone heraus, und nutzen andere Anfahrtsmöglichkeiten zum Rewe.“

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