RN-Leser helfen Hörder Familie

26.09.2007, 15:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Ruhr Nachrichten baten ihre Leser um finanzielle Hilfe für die auf Mallorca im Koma liegende Ingeborg Herkelmann, die dort vor 30 Tagen auf einer Reise zur goldenen Hochzeit mit ihrem Ehemann Walter einen Schlaganfall erlitten hat - jetzt ist das Spendenziel erreicht: "Wir haben die 11 500 Euro zusammen", freute sich die Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Hörde, Susanne Smolen (Foto), gestern über ein Ziel, das sich der SkF und das Stadtteilbüro in Hörde vor nur einer Woche gesetzt hatten.

Wie berichtet, war die 71-jährige Ingeborg Herkelmann zwei Tage nach der Ankunft am Urlaubsort beim Frühstück im Hotel zusammengesackt. Das war am 28. August - seitdem bangen Walter Herkelmann und die vier Kinder des Ehepaars um das Leben der Mutter.

Sprachbarrieren erhöhten den Druck auf die Familie, die die Grenze zur Verzweiflung längst überschritten hatte. Immer wieder wechselten die Gesprächspartner auf der Ferieninsel. "Bis zu den Ärzten in der Klinik in Palma hat man uns gar nicht vorgelassen", berichteten die Töchter Sonja Schepers und Sabine Iske gestern um 8.45 Uhr. Zu dem Zeitpunkt saßen sie an einem großen Besprechungstisch im Hörder Bethanien-Krankenhaus. 30 Minuten später konnten sie zum ersten Mal seit langem aufatmen: Die neue Chefärztin der Anästhesie im Bethanien und frühere Klinikum-Medizinerin Dr. Antje Ahrens hatte mit einem Neurologen in Palma telefoniert und Patientendaten abgefragt - ein Arztbericht zu übermitteln hatte der Kollege aus rechtlichen Gründen allerdings abgelehnt.

Doch jetzt steht fest: Ingeborg Herkelmann ist transportfähig. Sie liegt nicht mehr auf der Intensivstation, ist aber weiter ohne Bewusstsein. Der DRK-Flugdienst in Bonn bereitet zurzeit den Transport vor. Sabine Iske: "Wir sind den Spendern so unendlich dankbar, weil wir wissen, dass wir den Transport aus eigener Kraft nicht hätten leisten können." ban

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