Die 5 besten Plätze zum Kamelle-Fangen beim Dortmunder Rosenmontagszug

mlzKarneval 2020

Ehrgeizige Kamelle-Fänger sollten sich am 24. Februar früh einen guten Platz an der Zug-Route sichern. Ausgerechnet eine Baustelle könnte bei der Kamelle-Jagd helfen. Wir haben fünf Tipps.

Dortmund

, 19.02.2020, 05:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

So richtig perfekt wird die Karnevalssaison erst, wenn man am Montagabend einen schweren Jutebeutel mit nach Hause bringt - bis an den Rand gefüllt mit Kamelle, die die Karnevalisten am Rosenmontag von ihren Wagen geworfen haben.

Über vier Kilometer lang ist die Route, die der Rosenmontagszug auch in diesem Jahr nimmt - einmal quer durch die Nordstadt, über den Wall bis zum Friedensplatz werden sich die Wagen am Montag, 24. Februar, ab 14 Uhr schieben.

Da gilt es, sich frühzeitig einen guten Platz zu sichern. Das sind die 5 besten Plätze entlang der Strecke, um Süßigkeiten in großen Mengen abzustauben.

1. Direkt nach dem Start: Obere Münsterstraße

Hier stehen die Zuschauer nur auf einer Seite, weil auf der anderen Seite die Schienen der U-Bahnen verlaufen. Das heißt: Alle Süßigkeiten, die sonst zwischen zwei Zuschauer-Seiten aufgeteilt werden müssen, bekommt hier die eine Seite ab.

2. In Kurvenbereichen: Hier wird langsam gefahren

Wann immer die schwerfälligen Karnevals-Wagen eine der vielen Kurven auf der Route nehmen, müssen sie noch langsamer fahren. Perfekt, um die doppelte oder dreifache Menge an Süßigkeiten abzugreifen. Richtig gut geht das zum Beispiel, wenn der Zug von der Leopold- auf die Heckenstraße oder von der Bornstraße auf den Wall abbiegt.

Viele Wagen beim Rosenmontagszug sind bis obenhin mit Kamelle beladen, die nur darauf warten, von begeisterten Zuschauern gefangen zu werden.

Viele Wagen beim Rosenmontagszug sind bis obenhin mit Kamelle beladen, die nur darauf warten, von begeisterten Zuschauern gefangen zu werden. © Stephan Schütze (Archiv)

3. Abseits der City: Von Münster- bis Leopoldstraße

Generell lohnt es sich, mit ein bisschen Abstand zur Innenstadt Stellung zu beziehen. Wie Karnevals-Präsident Walter Buchholz erklärt, stehen die meisten Zuschauer am Wall, damit sie nach dem Umzug schnell zum Programm auf dem Friedensplatz oder zur Karnevalskirmes kommen.

Deshalb ist gerade entlang der Münster- und der Leopoldstraße häufig noch viel Platz für engagierte Kamelle-Fänger. Einzige Ausnahme ist der Fußgängerzonen-Abschnitt der Münsterstraße. Hier wird es traditionell eng.

4. Für frühe Vögel: Heiligegartenstraße

Wegen einer Baustelle ist gerade eine Fahrbahn der Heiligegartenstraße gesperrt. Was für die Fahrer der Karnevals-Wagen zur Herausforderung wird, bietet für Zuschauer gute Aussichten auf einen kräftigen Kamelleregen. Denn auch in der Heiligegartenstraße wird wegen der Sperrung zur nördlichen Straßenseite geworfen. Hier sollte man sich aber frühzeitig einen guten Platz sichern - auf der freien Straßenseite könnte es eng werden.

5. Am Ende des Zugs: Auf dem Südwall

Gleich löst sich der Zug auf, kein Karnevalist hat Lust, die schweren Kisten mit den Süßigkeiten wieder vom Wagen runterzutragen. Es gilt also: Alles muss raus. Auf den letzten Metern können ehrgeizige Kamelle-Fänger noch mal richtig zuschlagen.

Bonbons, Schokoriegel, kleine Geschenke: Beim Rosenmontagszug in Dortmund gibt es immer viel Kamelle zu fangen.

Bonbons, Schokoriegel, kleine Geschenke: Beim Rosenmontagszug in Dortmund gibt es immer viel Kamelle zu fangen. © Marie Rademacher (Archiv)

Bei der Fangtechnik sind der Kreativität übrigens keine Grenzen gesetzt. Sicherlich können auch mit einer großen Stofftasche, die den Kamelle-Werfern entgegengestreckt wird, gute Ergebnisse erzielt werden.

Wem das Murren und die bösen Blicke der Mit-Karnevalisten nichts ausmachen, der versucht es mit einem umgedrehten Regenschirm, einem großen Kescher oder gar einer Babybadewanne. Wer weniger gut vorbereitet ist, nimmt die Mütze oder den Cowboy-Hut des Nachbarn.

Die Regenschirm-Technik, hier bei einem Karnevalsumzug in Brandenburg eingesetzt, ist effektiv - kommt bei den anderen Zuschauern aber nicht immer gut an.

Die Regenschirm-Technik, hier bei einem Karnevalsumzug in Brandenburg eingesetzt, ist effektiv - kommt bei den anderen Zuschauern aber nicht immer gut an. © picture alliance / Bernd Settnik

Egal, für welche Technik, man sich entscheidet: Sicherheit geht vor. So ein schnell fliegendes Bonbon, das einen im Gesicht trifft, kann ganz schön wehtun. Und einen Anspruch auf Schmerzensgeld gibt es nicht. Das musste 2016 eine Frau feststellen, die beim Karnevalsumzug von einem fliegenden Schokoriegel am Auge getroffen wurde.

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