Rote Pandabärchen feiern Einzug

Dortmunder Zoo

Bambus futtern in der Sonne: Zwei kleine Rote Pandabären haben am Freitag ihr neues Zuhause in einem Außengehege des Dortmunder Zoos bezogen.

DORTMUND

von dpa

, 08.04.2011, 12:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Doch auch wenn sie knuddelig und wie eine Mischung aus Fuchs, Waschbär und dicklicher Katze aussehen: „Kuscheltiere sind das auf keinen Fall“, sagt eine Pflegerin im Dortmunder Zoo über die Bären, die sie zweimal am Tag füttert. Die Tiere haben scharfe Krallen und beißen und fauchen schon mal, wenn ihnen etwas nicht passt.

Auch Pfleger Frank Grapatin sagt: „Sie lernen, aus der Hand zu fressen, aber streicheln können wir sie nicht.“ Seit die Bärenmutter an den Folgen eines Lungenwurmbefalls starb, hat sich der 32-Jährige gemeinsam mit anderen Pflegern um die Kleinen gekümmert. „Die haben damals ein Kilo gewogen.“ Acht Wochen habe es gedauert, bis er sicher war, die Kleinen würden überleben. „Die haben überall in der Anlage nach der Mutter gesucht“, erzählt der Pfleger.

Inzwischen sind die beiden Geschwisterchen wohlauf. Mehr als vier Kilo bringt jedes von ihnen auf die Waage. „Die genießen es hier draußen und spielen oft zusammen auf der grünen Wiese“, sagt Grapatin und blickt rüber ins Gehege, wo das Weibchen im Baum sitzt und am Bambus knabbert. Ihr Bruder sitzt etwas verschüchtert ein paar Äste über der Bärin und beobachtet die Szene. „Sie ist etwas draufgängerischer“, sagt Grapatin.Allzu lange werden die beiden Bären wohl nicht mehr gemeinsam herumtollen können. „Das Weibchen kommt in einen anderen Zoo“, sagt die wissenschaftliche Assistentin des Zoodirektors, Nadja Niemann. Dort soll es für weitere kleine Bären sorgen. Zu dem Männchen soll eine neue Bärin ziehen. „Wir wollen ja nicht, dass er mit seiner Schwester Kinder bekommt.“ 

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