Der 21-jährige Justin aus Dortmund steht bei den Lego Masters im Finale - reicht es zum Sieg? © Daniel Immel
Lego Masters

RTL-Show: So hat der Dortmunder Justin im Finale abgeschnitten

„Mittelfeld bis Underdog“ – so hatte sich Architekturstudent Justin zu Beginn der RTL-Sendung „Lego Masters“ eingeordnet. Jetzt fand das Finale statt - und der Dortmunder war dabei.

Es war einschüchternd, als ich gesehen habe, was die anderen teilweise schon gebaut haben“, sagt Justin (21) aus Dortmund, als er zu Beginn der Staffel der RTL-Sendung „Lego Masters“ die Lego-Bauten seiner Konkurrenz sieht. Anfangs ordnet sich der Dortmunder Architekturstudent als „im Mittelfeld bis Underdog“ ein.

Rückblickend kann die Einschätzung als stark untertrieben bewertet werden. Der Dortmunder gewann am Freitag (1.10.) das Finale bei der RTL-Sendung „Lego Masters“ gemeinsam mit seinem Teampartner Dominik (21) aus Bayern.

„Mit der Zeit kam dann das Selbstbewusstsein, dass ich das doch ganz gut kann“, beurteilt Justin im Nachgang seine Entwicklung mit den Legosteinen, die ihn und Dominik bis ins Finale der Sendung gebracht haben.

Fünf Teams, zwölf Teilnehmer lassen sie in den fünf Sendungen der dritten Staffel von „Lego Masters“ hinter sich. „Ich habe von ein paar Leuten gehört, dass die mein Team im Finale favorisieren.“ Im Finale lässt er dann zwei weitere Teams hinter sich.

Justins Potential zeigt sich bereits in der ersten Episode

Dass Justins Team gewinnen könnte, zumindest Chancen auf einen Sieg beim „Lego Masters“ haben könnte, zeigt sich bereits in der ersten Folge der Sendung. Justin und Dominik bauen in der Episode das beste Exemplar von allen Teams.

Dennoch kommt der ganz große Wurf überraschend, lernen sich Justin und Dominik erst beim Casting der Show kennen, während sich andere Teams schon in- und auswendig kannten. „Wir kannten uns vorher nicht und dann mit jemanden zu bauen, mit dem man noch nie etwas gebaut hat, war schon aufregend“, sagt Justin rückblickend.

Im Nachgang ist Justin sehr zufrieden mit der Entscheidung, dass ihm der Bayer Lukas zugelost wurde. „Eine Gemeinsamkeit war, dass wir eine Idee hatten, was wir im Finale bauen wollten – wir sind beide totale Unterwasserfans.“

Bei ihrer Technik, wie sie vorgegebenen Aufgaben der Jury angehen, übernimmt jeder eine Hälfte des entstehenden Exemplars. „Wir fragen uns dann gegenseitig, wie der andere das findet“, sagt Justin. Dank ihrer Technik können sich die beiden nun über einen Gewinn von 25.000 Euro freuen.

Vor allem sein Architekturstudium an der Fachhochschule Dortmund hat Justins Legoskills verbessert. „Durch Fächer wie Gestalten und Entwerfen denkt man viel mehr über die Farben und die Gesamtoptik nach, was zusammenpasst.“

Über 60.000 Teile umfasst seine Sammlung

„Seit ich denken kann, baue ich mit Lego-Steinen“, sagt Justin über den Beginn seiner Lego-Karriere. Das Interesse an den bunten Steinen war schon immer da, ergänzt er. Das ist auch in seinem Zuhause in Dortmund zu erkennen – Lego dominiert die Optik seines Zimmers, überall stehen gebaute Figuren, Szenen oder Regale zur Ordnung der Bausteine herum.

Über 60.000 Bauelemente besitzt er, darunter rund 900 verschiedenste Minifiguren. Fast täglich beschäftigt sich der Architektur-Student mit seiner Sammlung. Meistens baut er spontan oder probiert neue Techniken aus. Lego kann bei ihm auch schon mal mehrere Stunden eines Tages ausfüllen. „Es ist für mich ein Medium zum Ausleben meiner Kreativität“, sagt er. In seinem Freundeskreis ist er dennoch nur einer von wenigen mit diesem Hobby.

„Du machst was mit Lego? Bist du da nicht zu alt dafür?“, diese Fragen kennt Justin. An sich ranlassen würde er negativen Reaktionen aber nicht. „Wenn ich einen blöden Spruch höre, zeige ich den Leuten, was man mit Lego alles machen kann.“

Was man mit Lego alles machen kann? Unter anderem eine RTL-Sendung gewinnen.

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