Ruhe, Nüsse, Obst: Dieser 4500 Quadratmeter große Garten bietet alles

mlzGartenserie „Querbeet“

In einer Hängematte liegen, dabei Obst naschen, oder dem Meeresrauschen im Strandkorb lauschen. Alles das ist im Garten von Susanne Böttger und Frank Stunz aus Dortmund möglich.

Lanstrop

, 13.07.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Paradies empfinden Susanne Böttger und Frank Stunz ihren riesigen Garten an der Horstmarer Straße in Lanstrop, und nicht nur sie denken so: Auch Rehe, Hasen, Fasane und Fledermäuse schauen vorbei.

Ein Igel macht es sich unter der Konifere bequem, ein Marder hat sein Schlafquartier oberhalb des Kaminholzes eingerichtet. „Er macht uns bisher keine Probleme, also lassen wir ihn auch in Ruhe“, sagt Frank Stunz.

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Außerdem sei das Auto, für dessen Kabel sich der Mader interessieren könnte, mit einem Piepser ausgestattet, der ihn abschrecken würde. Ein Reh knabberte gerne an einem jungen Birnbaum, sodass Frank Stunz diesen einzäunen musste.

Bei schönem Wetter spannen die beiden Lanstroper zwischen zwei Kugelrobinien eine Hängematte auf, die sie aus einem Mexiko-Urlaub mitgebracht haben. Ein Strandkorb auf der Terrasse stammt aus Grömitz und vermittelt das Gefühl, an der Ostsee zu sein.

Rasenschnitt mit dem Aufsitzmäher

Inklusive Blumenwiese misst der Garten des Paares rund 4500 Quadratmeter. Allein die reine Rasenfläche beträgt rund 1500 Quadratmeter. „Dafür brauche ich schon einen Aufsitzmäher“, erklärt Frank Stunz.

Einmal in der Woche mäht er den Rasen. Das ist natürlich Arbeit. „Aber ich mache alles hier gerne“, sagt der leidenschaftliche Gärtner, der beruflich als Maler und Lackierer arbeitet.

Gegossen werde allerdings nicht viel, berichtet Frank Stunz. Nur neu gepflanzte Vegetation werde gewässert, danach müssten Büsche und Bäume selbst zurechtkommen.

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Susanne Böttger betrachtet ihren Einsatz im heimischen Garten als Ausgleich zu ihrer Arbeit im Büro. „Hier kann man Dinge ausprobieren, kreativ sein“, erzählt sie.

Die beiden haben sich von einer hohen Thuja-Hecke getrennt. Jetzt hat Susanne Böttger improvisiert und in dem frei gewordenen Bereich unter anderem Kornblumen gepflanzt.

Die Kornblumen seien auch gut für die Insekten, und die drei neu gepflanzten Kugelkirschen dienten als Nahrungsquelle für die Vögel im Herbst, ergänzt ihr Lebensgefährte. Neben den vielen Vögeln, die häufig vorbei schauen, sind zum Beispiel auch Blaumeisen und Buchfinken zu Gast. Und auch die laute Stimme des kleinen Zaunkönigs ist zu hören.

Hochbeet und Gewächshaus

Manchmal entwickeln sich die Pflanzen allerdings anders als gedacht. Susanne Böttger weist auf einen hohen Rosenbusch und sagt mit einem Schmunzeln: „Das sollte eigentlich nur ein Bodendecker werden.“

Frank Stunz und Susanne Böttger halten sich, wann immer es geht, im Garten und auf Terrasse auf.

Frank Stunz und Susanne Böttger halten sich, wann immer es geht, im Garten und auf der Terrasse auf. © Uwe Brodersen

Mit ihrem Garten auch etwas für die Natur zu tun, ist beiden Gärtnern wichtig. So gelte der Storchschnabel als „Bienenmagnet“, schildert Susanne Böttger. Die große Blumenwiese ist von der Pflanze Phacelia lila gefärbt, die umgangssprachlich als Bienenweide bezeichnet wird und auf der sich bei sonnigem Wetter die Bienen und Hummeln tummeln.

Natürlich nutzen auch die beiden Lanstroper die Früchte der Natur: So liefert ein Hochbeet Zucchini und Rote Beete, im Gewächshaus reifen Kapuzinerkresse, Tomaten und Gurken. Und im hinteren Teil des Gartens steht neben Obstbäumen auch ein Walnussbaum: Aus den Walnüssen backt Susanne Böttger Brot.

Susanne Böttger liebt den Walnussbaum, mit dessen Früchten sie Brot backt.

Susanne Böttger liebt den Walnussbaum, mit dessen Früchten sie Brot backt. © Uwe Brodersen

Wann immer sie können, verbringen die beiden ihre Freizeit im Garten oder auf der Terrasse. Selbst wenn es schon kühl geworden ist, machen sie es sich auf der Terrasse gemütlich. Diese lässt sich mit Lkw-Planen abschotten, sodass es dort recht warm bleibt.

Im Garten selbst laden an verschiedenen Stellen Sitzbänke zum Verweilen ein. Und einige Sinnsprüche sind auch zu lesen, zum Beispiel: „Glück ist kostenlos und dennoch unbezahlbar.“

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