Rundum-Tests: Retten sie die Gesundheit?

28.01.2008, 18:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rundum-Tests: Retten sie die Gesundheit?

Das Thema dürfte den Amphi-Saal wieder schnell und komplett füllen: Im ersten Vortragsabend der neuen Runde mit der beliebten "Nachtvorlesung" sprechen Prof. Dr. Huberts HeuerDr. Prosper Rodewyk (Foto 1), Chef der Kardiologie am St.-Johannes-Hospital und Ärztlicher Direktor des Joho, sowie sein niedergelassener Kollege (Foto 2), Sprecher der Dortmunder Internisten, über "Rundum-Checks". Die beiden Referenten wollen die Frage beantworten, ob die Checks eine runde Sache für die Gesundheit sind.

Am Dienstag (12. 2.) ist es wieder soweit. Bekannte Zeit, bekannter Ort: Ab 19.30 Uhr im Amphi-Saal des Harenberg City Center. "Dr. Rodewyk stellt das generelle Vorsorge-Spektrum vor, von der Prostata-Vorsorge bis hin zur Frage, wann man einen Patienten zur Darmspiegelung schicken muss", kündigt Prof. Heuer an. Dann übernimmt der Chefarzt. Er beginnt beim EKG und geht schließlich alle Untersuchungen in der Kardiologie durch.

"Ich will niemanden nervös machen", beruhigt der versierte Kardiologe, aber er zeigt durchaus auch die Grenzen der Analyse-Geräte auf. So lassen sich zwar Herzrhythmusstörungen und Vorflimmern am EKG erkennen, auch, ob bereits ein Infarkt vorlag.

Die Frage aber, ob und wann der Patient den (nächsten) Infarkt bekommt, lässt sich nicht seriös beantworten. Schon fällt dem Klinikdirektor der Fall eines Marathonläufers ein, der über unspezifische Schmerzen im Hals klagte. Das Ergometer trat der durchtrainierte Mann mit 200 Watt ohne EKG-Veränderung. Seinen Verschluss der rechten Herzkranzarterie jedoch zeigten erst die Bilder im Kardio-CT.

Trotzdem: "Vor jeder Untersuchung, die es gibt, muss auch das Risiko abgeklärt werden, z. B. hinsichtlich der Strahlenbelastung", so Heuer. Er will sich in seinem Vortrag schließlich ganz den Fragen widmen: "Wie wahrscheinlich ist es, dass ich bei einer Untersuchung richtig liege? Bei Frauen und Männern, bei alten und jungen Patienten?" bö

Kostenlose Eintrittskarten liegen - solange der Vorrat reicht - bei den Veranstaltern der Nachtvorlesung bereit: Im Service Center der Ruhr Nachrichten, Westenhellweg 86-88, an der Information des St.-Johannes-Hospitals, Johannesstraße 9-17, und bei Radio 91,2, Karl-Zahn-Straße 11.

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