Saarlandstraßen-Umbau wird neu geplant - auch Kreuzviertel betroffen

Umgestaltung

Die Stadt rollt die Planung für den Umbau der Saarlandstraße noch einmal ganz neu auf. Es soll eine „Verbindungsachse für die Verkehrswende“ entstehen - auch durch das benachbarte Kreuzviertel.

Dortmund

, 13.05.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine lebendige Geschäftsstraße mit viel Grün und Außengastronomie soll die Saarlandstraße in der südlichen Innenstadt sein,.

Eine lebendige Geschäftsstraße mit viel Grün und Außengastronomie soll die Saarlandstraße in der südlichen Innenstadt sein,. © Oliver Schaper (Archivbild)

Immerhin: Die Baustellen-Zeit ist erst einmal vorbei, die Saarlandstraße wieder in beide Richtungen befahrbar. DEW hat die Verlegung von Versorgungsleitungen abgeschlossen. Doch die nächsten Bauarbeiten und Teilsperrungen stehen schon vor der Tür.

Ab Sommer dieses Jahres rücken erneut die Bagger an, um den Abwasserkanal unter der Saarlandstraße zu erneuern. Danach soll dann die Straße selbst umgestaltet werden. Nur wie - das ist weiterhin offen.

So sah eine bisherige Variante für den Umbau der Saarlandstraße aus.

So sah eine bisherige Variante für den Umbau der Saarlandstraße aus. © Stadt Dortmund

Mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger auf Kosten der Parkplätze? Oder die Parkplätze lassen, wie sie sind? Breite Bürgersteige oder einen begrünten Mittelstreifen? Die Meinungen dazu, wie die Saarlandstraße umgestaltet werden soll, gingen bei einer Bürgerversammlung im Februar dieses Jahres weit auseinander.

Wenig Beifall für städtische Planung

Drei Varianten hatte die Verwaltung vorgestellt. Doch ausgerechnet die vom städtischen Tiefbauamt und dem Beirat Nahmoblität favorisierte Variante mit einer 4,50 Meter breiten Mittelfahrbahn mit Schutzstreifen für Radfahrer fand nur wenig Beifall.

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Deshalb legt die Verwaltung ihre bisherigen Pläne jetzt zu den Akten und will die Planungen ganz neu angehen, wie Oberbürgermeister Ullrich Sierau am Dienstag (12.5.) nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands verkündete.

Die „vielfältigen Eingaben aus der Bürgerschaft sollen gründlich geprüft und so weit wie möglich in die weiteren Überlegungen mit einbezogen werden“, heißt es dazu in einer Mitteilung der Verwaltung.

Erweiterung der Planungen auf das Kreuzviertel

Es gibt aber zugleich ein paar Maßgaben für die neue Planung. Dazu gehört, dass man über den bisherigen Planungsbereich zwischen Hoher Straße und Ruhrallee hinaus gehen will.

Jetzt soll der gesamte Straßenzug von Kreuz- und Saarlandstraße von der Lindemannstraße im Westen bis zur Märkischen Straße im Osten betrachtet werden. Aus einer innerstädtischen Durchgangsstraße soll eine „Verbindungsachse für die Verkehrswende“ werden, heißt es nun.

Mehr Platz für Außengastronomie, mehr Mittelinseln

Das bedeutet, dass es unter anderem viele Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geben und generell die Aufenthaltsqualität erhöht werden soll - etwa durch möglichst viele Bäume und mehr Platz für Straßencafes und Außengastronomie. Mittelinseln sollen das Überqueren der Straße erleichtern.

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Zur Neuordnung der Parkplätze soll ein Parkraumkonzept erarbeitet werden. Dazu könnte dann auch die bessere Nutzung von Hinterhöfen oder der Bau von Doppelstock- und Quartiersgaragen gehören.

Das alles braucht Zeit. Der neue Entwurf für den Kernabschnitt zwischen Hoher

Straße und Ruhrallee soll der Politik im Winter 2020/21 vorgelegt werden. Klar ist: „Man kann davon ausgehen, dass sich der Charakter der Saarlandstraße erheblich verändern wird“, kündigt Sierau an.

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