Sanierung der Dorstfelder Brücke fällt deutlich teurer aus

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380.000 Euro sollte die Sanierung der Dorstfelder Brücke an der Rheinischen Straße kosten. Doch nun wird klar: Die Reparatur ist deutlich teurer geworden.

Unionviertel

, 24.01.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Jahr 2011 wurde beschlossen, die Dorstfelder Brücke auf der Rheinischen Straße zu sanieren. Die aus den 1950er-Jahren stammende Brücke über den Anlagen der Deutschen Bahn AG besteht aus zwei Teilstücken mit einer Länge von 43 und 6,30 Metern.

Doch als die Konstruktion freigelegt wurde, gab es einige unliebsame Überraschungen. Die Baukosten stiegen von ursprünglich geplanten 380.000 Euro um 145.000 Euro auf 525.000 Euro.

Zum einen konnten die ausgebauten Baustoffe nicht wie geplant recycelt werden, weil sich große Teile des alten Schutzbetons nicht von den Abdichtungen trennen ließen. Dadurch fielen die Entsorgungskosten höher aus als veranschlagt.

Außerdem musste eine vollständige Abdichtung inklusive Asphaltschicht aufgebracht werden. Auch diese Kosten waren nicht kalkuliert worden, ebenso wenig die für die Schließung einiger Längsfugen.

Dorstfelder Brücke musste aufwendig saniert werden

Eine Reihe weiterer Arbeiten dauerte länger und war teurer als geplant, wie die Verwaltung mitteilt: Ein Versatz musste ausgeglichen, das neue Schrammbord am Rand aufwendiger ausgeführt, Oberflächen abgefräst und erneuert sowie nicht erwartete Stahlteile in der Übergangskonstruktion zwischen den beiden Brückenabschnitten saniert werden.

Der östliche Teil der Brücke besteht aus einem Spannbetonbauwerk aus dem Jahr 1956. Ihr Vorgänger hatte wundersamerweise den Krieg unbeschadet überstanden, musste aber wegen der Elektrifizierung der Eisenbahn abgebrochen werden. Die neue Brücke, die die Gleise im 46-Grad-Winkel überspannte, wurde 1957 eingeweiht.

Die Konstruktion besteht aus einem Hohlkasten mit sechs Hauptträgern. Die Gehwege auf beiden Seiten wurden ebenfalls als Hohlkastenquerschnitt mit einem auskragenden Berührungsschutz aus Spannbeton hergestellt.

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1983 war der westliche Teil der Brücke als Stahlbetonbauwerk für die S-Bahnlinie 1 direkt im Anschluss an die bestehende Brücke entstanden. Zwei Häuser an der Rheinischen Straße wurden damals für die Erweiterung abgerissen.

Bei der aktuellen Erneuerung wurden im ersten Bauabschnitt die Lagerelemente ausgetauscht, die nordwestliche Wand erneuert und die Berührungsschutzanlagen auf beiden Seiten grundsaniert. Dabei wurde auch die Abdichtungen im Gleisbereich der DSW21 mit erneuert.

2017 hat der Finanz- und Liegenschaftsausschuss den zweiten Bauabschnitt beschlossen. Er umfasst die Entfernung und Erneuerung der restlichen Abdichtungen der Gehwege und des außerhalb der Gleisanlagen liegenden Fahrbahnbereichs.

Inzwischen sind die Arbeiten abgeschlossen. Der Verkehr über die Brücke läuft wieder normal.

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