Das Verfahren gegen Ralf H. soll am 20. Januar fortgesetzt werden. © Martin von Braunschweig
Mord-Prozess

Schalla-Prozess: Neue Termine für Urteil stehen fest

Das Landgericht unternimmt einen neuen Anlauf, den Prozess um den Mord an Nicole-Denise Schalla zu Ende zu bringen. Jetzt wurden zwei neue Verhandlungstermine anberaumt.

Nachdem die vergangenen beiden Sitzungstage jeweils kurzfristig abgesagt werden mussten, wollte das Gericht bei der weiteren Terminierung keine voreiligen Schritte gehen.

Das Verfahren befindet sich bereits in der corona-bedingten „Hemmung“. Das heißt: Es könnte theoretisch für bis zu drei Monate und zehn Tage unterbrochen werden.

Urteil soll noch im Januar gesprochen werden

So lange soll es nun aber nicht dauern. Am Donnerstag (14.1.) gab das Gericht bekannt, dass zwei weitere Verhandlungstage terminiert wurden.

Danach ist vorgesehen, dass am 20. Januar die Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung gehalten werden. Ein Urteil könnte dann entweder noch an diesem Tag, spätestens aber am 25. Januar gesprochen werden.

Immer wieder Verzögerungen

Bereits im Dezember war ein erster Versuch, die Plädoyers entgegenzunehmen, geplatzt, weil sich Staatsanwalt Felix Giesenregen kurzfristig in häusliche Quarantäne begeben musste.

Ein zweiter und dritter Versuch scheiterten im Januar daran, dass der Angeklagte Ralf H. Symptome eines Infekts bekam und aus Coronaschutz-Gründen kein Risiko eingegangen werden sollte.

Dem 56-Jährigen wird vorgeworfen, Nicole-Denise Schalla im Herbst 1993 ermordet zu haben. Seit seiner Festnahme im Sommer 2018 bestreitet er die Tat.

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