Warum der Lockdown für Gastronomen nicht unbedingt nur schlecht ist

mlzGastro-Schließung

Die Schlossgeister auf dem Aufsteller vor dem Aplerbecker Schlosscafé wirken noch fröhlich. Aber eigentlich müssten sie heulen. Nach dem Re-Opening im September ist am Sonntag wieder Schluss.

Aplerbeck

, 29.10.2020, 15:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er habe es erwartet, sagt Jörg Wiedelmann, der mit Heike Koch das Schlosscafé Haus Rodenberg plus Biergarten in Dortmund-Aplerbeck führt, über die neue Corona-Schließung im November.

„Das erinnert mich an die Aktion mit dem Rauchverbot“, sagt Wiedelmann. „Da musste sich die Gastronomie auch strecken und investieren und dann wurde das Rauchen komplett verboten.“

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Jetzt habe die Gastronomie wieder Geld in die Hand genommen, umgebaut und Hygienekonzepte vorgelegt. „Und wir sind trotzdem die Schuldigen“, so der Gastwirt. Er sieht das ganze Corona-Dilemma aber realistisch. Man habe jetzt ein wenig mehr Planungssicherheit.

Hoffnung auf Dezember

Nachdem die Kanzlerin habe verlauten lassen, dass man nicht mehr so viele Kontakte pflegen sollte und der Biergarten geschlossen hatte, sei auch das Geschäft eingebrochen. „Die Leute wollten nur draußen sitzen, rein kam keiner“, sagt Wiedelmann.

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„Wenn es so weiter gegangen wäre, wäre es ein Sterben auf Raten gewesen“, sagt er. So macht das Schlosscafé am Sonntag (1.11.) zu. „Wir hoffen, dass wir im Dezember wieder öffnen können“, sagt der Gastwirt, der für seine Angestellten Kurzarbeit beantragt hat.

Für das Schlosscafé ist die Situation doppelt bitter. Erst im September machte es aufgrund von Problemen mit dem Kücheneinbau wieder auf – nun ist schon wieder Feierabend. Vielleicht nur bis Dezember.

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