Als einer der ersten Mitarbeiter bekam Daniel Senftleben am Montag (18.1.) im Klinikum Dortmund die Corona-Schutzimpfung. © Klinikum Dortmund
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Schmerzen? Fieber? Oder nichts? So fühlt sich die Corona-Schutzimpfung an

Daniel Senftleben wurde als einer der ersten Mitarbeiter des Klinikums gegen Corona geimpft. Diese Argumente haben ihn überzeugt - und so fühlt sich die Impfung an, diese Nebenwirkung spürt er.

Daniel Senftleben arbeitet in einem Risikobereich, was den Kontakt zu Corona-Infizierten angeht. Er ist pflegerischer Leiter der Notaufnahme des Klinikums Mitte in Dortmund. Und einer der ersten dort, die die Corona-Schutzimpfung erhalten haben.

Mitarbeiter der Notaufnahme gehören zu den ersten Geimpften

Hat es weh getan? „Nö“, sagt der 35-Jährige ganz entspannt. Nicht mal der Einstich habe gepikst. Und Nebenwirkungen? Spürt er einen Tag nach der Impfung irgend etwas ungewöhnliches? – „Ein ganz, ganz leichtes Muskelkatergefühl im Oberarm. Sonst merke ich bisher nichts.“

Das decke sich mit dem, was seine bereits geimpften Kollegen aus der Notaufnahme berichten: Maximal das Gefühl eines Muskelkaters habe es gegeben.

80 Prozent des Teams der Notaufnahme will sich impfen lassen, sagt der pflegerische Leiter. Auch für ihn war schnell klar, dass er sich gegen Corona impfen lässt, wenn er die Möglichkeit bekommt.

Impfungen gegenüber positiv eingestellt

Logisch, mag man denken, schließlich erlebt Senftleben täglich mit, welche schlimmen Folgen eine Covid-19-Infektion haben kann. Seine Haltung hat aber gar nicht so sehr mit der aktuellen Pandemie zu tun, sagt er. Es ist eher eine generelle Grundhaltung.

„Krankheitsprävention ist immer sinnvoller, als die Krankheit zu durchleben“, sagt er. Wenn er die Wahl hätte, sich impfen zu lassen oder zu erkranken, würde er sich in den allermeisten Fällen für die Impfung entscheiden.

Impfstudien liefern entscheidendes Argument

Trotzdem hat er sich schlau gemacht, sich mit Impfstudien beschäftigt. „In der Klinik gibt es für das Personal interne Infos, und in der Notaufnahme gibt es jede Woche eine Fortbildung, da wurde auch eine Phase-3-Studie zum Biontech-Impfstoff unter die Lupe genommen.“

Die Studie habe genauer beleuchtet, an wie vielen Menschen der Impfstoff getestet wurde. Je etwa 20.000 Menschen habe man den Impfstoff gespritzt bzw. ein Placebo. „Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Gruppen, was die Nebenwirkungen angeht. Das hat mich überzeugt.“

Nun hat er die erste Impfung hinter sich, in drei Wochen folgte die zweite. Gibt das auch ein besseres Gefühl beim Kontakt mit möglicherweise infizierten Patienten? „Ein höheres Sicherheitsgefühl bei der Arbeit habe ich dadurch nicht – das hatte ich vorher schon, weil wir uns sehr konsequent an die Hygieneregeln halten, bei jedem Patienten Schutzausrüstung tragen.“

Ob er nach der Impfung ohne Schutzausrüstung arbeiten darf, weiß Senftleben noch nicht. „Man weiß ja noch nicht, ob man noch ansteckend sein kann.“

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1983 im Münsterland geboren, seit 2010 im Ruhrpott zuhause und für die Ruhr Nachrichten unterwegs. Ich liebe es, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und vor allem: zuzuhören.
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Jessica Will

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