Schnelle Abbieger gefährden Senioren am Wohnstift auf der Kronenburg

Zebrastreifen gefordert

Die Bewohner des Seniorenstifts „Auf der Kronenburg“ müssen mit einer gefährlichen Strecke Richtung Stadt und Supermarkt leben. Das soll sich ändern.

Dortmund

, 04.03.2019, 18:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
An der Wenkerstraße haben Senioren Mühe, Radweg und Straße zu überqueren.

An der Wenkerstraße haben Senioren Mühe, Radweg und Straße zu überqueren. © Foto Susanne Riese

Die Bewohner des Seniorenstifts „Auf der Kronenburg“ sind großteils nicht sehr flink und wendig. Viele nutzen einen Rollator, wenn sie sich entlang der Märkischen Straße in Richtung Innenstadt aufmachen, etwa um im Edeka, Rewe oder Aldi ein paar Einkäufe zu machen. Wenn sie die Wenkerstraße überqueren, müssten sie aber eigentlich flink und wendig sein. Denn in die nur in eine Richtung befahrbare Seitenstraße biegen Autos mit ordentlich Tempo ein.

Ob dort ein Fußgänger quert, sehen die Fahrer erst spät, denn eine große Infotafel auf dem Seitenstreifen versperrt die Sicht. Ein Fahrradweg macht die Situation zusätzlich kompliziert. Die schwächsten Beteiligten in diesem Zusammenspiel sind die Fußgänger, und unter ihnen Kinder, Beeinträchtigte und ältere Menschen.

Termin vor Ort

Die Fraktion FDP/KE in der Bezirksvertretung (BV) Innenstadt-Ost macht auf die problematische Stelle aufmerksam und begutachtete die Lage vor Ort mit dem Seniorenbeirat. Gemeinsam fordern sie einen Zebrastreifen für die Wenkerstraße. „Es kommt hier oft zu Vollbremsungen“, sagt BV-Mitglied Joachim Höfer. „Das ist eine gefährliche Ecke für Senioren.“ Ein Zebrastreifen wäre aus Sicht der FDP/KE ein gutes Mittel, diese Ecke zu entschärfen. „Und das wäre einfacher umzusetzen als eine Ampel.“

Horst Wesnigk vom Seniorenbeirat befürwortet diese Lösung. „Das ist aus unserer Sicht sinnvoll, denn hier gehen viele ältere Bewohner Richtung Innenstadt oder einfach nur spazieren.“

Die Zwei-Mann-Fraktion von Joachim Höfer und Tobias Klein-Endebrock will in einer der nächsten Sitzungen der Bezirksvertretung Innenstadt-Ost einen Antrag in Sachen Zebrastreifen für die Wenkerstraße stellen.

Die Verwaltung teilt auf Anfrage mit, dort sei die Wenkerstraße bislang kein Thema gewesen. „Sobald ein entsprechender Antrag aus der BV vorliegt, werden die Verkehrsverhältnisse vor Ort überprüft.“

Edith Spiekermeier wäre eine von denen, die davon profitieren würden. Sie wohnt erst seit Kurzem im Kronenburg-Wohnstift, die Wenkerstraße liegt auf ihrer Route zum Supermarkt, die sie mit Rollator bewältigt. Dass die Einmündung Wenker- auf die Märkische Straße eine gefährliche Ecke ist, hat sie auch schon erkannt. „Ich fände das gut, wenn dort ein Zebrastreifen wäre“, sagt sie.

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