Schock-Nachricht lässt Mann in der Dortmunder Nordstadt ausrasten

mlzPolizei

Größerer Polizeieinsatz in der Nähe des Borsigplatzes am Karfreitag: Starke emotionale Reaktion eines Mannes auf den Erhalt einer Trauer-Nachricht – Polizei widerspricht Gerüchten deutlich.

Dortmund, Nordstadt

, 10.04.2020, 18:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

In der Nähe des Borsigplatzes in Dortmund ist es am Karfreitag (10.4.) gegen 16 Uhr zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Das hatte mit einer Schock-Nachricht für die Bewohner eines Mehrfamilienhauses zu tun.

Auf Anfrage bestätigt die Polizei Informationen dieser Redaktion, demnach es in dem betreffenden Haus zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Bewohner und Einsatzkräften gekommen ist.

„Zum Schutz vor sich selbst und zum Schutz anderer“

Wie ein Sprecher erklärt, war der Grund dafür, dass die Polizei mit einem Seelsorger-Team einer Familie eine Todesnachricht überbrachte, in deren Folge der Bruder des Verstorbenen ausrastete. Aufgrund seiner sehr starken emotionalen Reaktion musste er fixiert werden.

„Manche Menschen tun sich selbst weh oder gehen auf andere los, wenn sie so eine Nachricht erhalten. Deshalb musste der Betroffene zum Schutz vor sich selbst und zum Schutz anderer fixiert werden“, erklärt der Polizeisprecher. Eine solche Reaktion sei jedoch nicht ungewöhnlich.

Die Situation habe sich dann nach einer Weile beruhigt und der Bruder des Verstorbenen wurde noch mit zur Polizeiwache genommen. Ob es sich dabei um eine Festnahme aus rechtlichen Gründen oder zum Schutz des Betroffenen war, sei aus dem Einsatzbericht am Freitagnachmittag nicht ersichtlich, sagt der Polizeisprecher.

Gerüchte in der Nachbarschaft kursieren - Polizei widerspricht deutlich

In der Nachbarschaft kursierenden Gerüchten, nach denen es sich um einen Einsatz wegen häuslicher Gewalt gehandelt habe, widerspricht der Sprecher der Polizei ganz deutlich.

Die Mutter des Verstorbenen habe bei Erhalt der Nachricht einen Kreislaufkollaps erlitten und musste behandelt werden. Angaben zum Verstorbenen konnte die Polizei am Freitag-Nachmittag (10.4.) nicht machen.

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