Schönau Kids sammeln tausende Euro und beeindrucken Neven Subotic

mlzTierheim und Kinderlachen

Sie verkaufen Waffeln, organisieren Märkte, sammeln Geld und spenden es. Die Rede ist von einer Gruppe mit Kindern und Jugendlichen aus Schönau. Sogar Neven Subotic hat sich schon bedankt.

Schönau

, 05.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Da sag doch mal einer, Kinder und Jugendliche würden heute nur an sich selbst denken. Abgesehen davon, dass der Spruch aus der tiefsten Schublade der Altherren-Sprüche kommt, stimmt er einfach nicht.

Der beste Beweis sind 17 Kinder und Jugendliche aus dem kleinen Stadtteil Schönau. Schönau? Da war doch was.

Immer wieder berichten wir über chaotische Zustände auf den Straßen, wenn die Borussia ein Heimspiel hat. Aus dem ganzen Chaos ist aber eine ziemlich gute Sache entstanden, die seit dreieinhalb Jahren besteht.

Denn die Jugendlichen haben es geschafft, den vielen Fußball-Fans etwas zu verkaufen, um dadurch Spenden zu sammeln.

Ein Dank kam von Neven Subotic

Die Rede ist von den Schönau Kids. 13 Mädchen und 4 Jungen aus der Nachbarschaft backen, kochen, organisieren, verkaufen und machen und tun, um damit Geld einzusammeln.

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Drei Jahre in Folge haben sie Schecks über jeweils 1000 Euro an gemeinnützige Organisationen verteilt. 2017 an Kinderlachen, 2018 an die Neven Subotic Stiftung, 2019 an das Tierheim. Subotic hat sich sogar per Facebook und Video bei den Kids bedankt.

„Wir haben angefangen, bei BVB-Spielen Waffeln zu verkaufen“, sagt Ronja (16): „Wir haben ziemlich viel eingenommen und gedacht: Es wäre doch doof, aufzuhören. Das war vor dreieinhalb Jahren.“

17 Jugendliche

Noch mehr Schönau Kids

  • Neben Mari, Annika, Neele, Emily, Max, Hannah, Klara, Klara und Ronja gibt es acht weitere Schönau Kids.
  • Das sind: Elisa (14), Charlotte (11), Lovis (11), Anh Sophie (14), Moritz (14), David (12), Amelie (7) und Simon (14).

Die Jungen und Mädchen haben in Schönau einen Kreativmarkt auf die Beine gestellt, ein Weihnachtsmarkt ist jedes Jahr fest eingeplant. Im Sommer organisieren sie ein Treffen für die Nachbarschaft.

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Das machen sie übrigens alles allein. Die Schönau Kids sind zwischen 7 und 16 Jahre alt, kennen sich untereinander schon von kleinauf, die meisten von ihnen gehen aufs Helene-Lange-Gymnasium.

Organisation im Schulbus und auf der Straße

Sie planen und organisieren ihre aufwendigen Aktionen zwischen Hausaufgaben und Sportverein via Whatsapp, im Schulbus oder einfach auf der Straße. Wenn gerade mal nichts zu tun ist, kochen sie Marmelade ein, backen Brötchen und verkaufen sie dann in der Nachbarschaft.

Die Schönau Kids sammeln regelmäßig Geld, um es dann hinterher zu spenden.

Die Schönau Kids sammeln regelmäßig Geld, um es dann hinterher zu spenden. © privat

Nur: Warum tun sie das alles? Das können sie am besten selbst erklären.

  • Mari (12): „Ich bin von Anfang an dabei. Erstens, weil es ein Teil der Nachbarschaft ist, zweitens, weil es Spaß macht, anderen zu helfen.“
  • Annika (13): „Ich bin auch von Anfang an dabei. Es macht Spaß. Und es ist wichtig, dass Kinder in unserem Alter lernen, anderen Menschen zu helfen.“
  • Neele (12): „Ich mache seit Beginn mit. Uns geht es gut, warum also soll es anderen Kindern nicht auch gut gehen? Wir wollen die Welt vielleicht ein kleines bisschen besser machen.“
    Geld nehmen sie unter anderem durch einen von ihnen organisierten Weihnachtsmarkt ein.

    Geld nehmen sie unter anderem durch einen von ihnen organisierten Weihnachtsmarkt ein. © privat

  • Emily (14): „Es macht einfach Spaß, bei sowas mitzumachen.“
  • Max (12): „Ich finde, dass es eine sehr coole Aktion ist. Vor allem, wenn man sieht, dass andere sich darüber freuen, wenn wir ihnen etwas spenden.“
  • Hannah (16): „Ich bin seit vorletztem Weihnachten dabei. Im Schulbus habe ich mitbekommen, wie die anderen darüber gesprochen haben. Ich fand, das ist eine coole Idee und wollte mithelfen. Es ist schön, wenn wir dafür sorgen können, dass andere Menschen sich freuen. Oft heißt es, dass sich junge Menschen nicht engagieren können. Aber das Gegenteil ist der Fall.“
  • Klara (16): „Es macht Spaß, die Sachen vorzubereiten und es ist schön zu sehen, wie die Nachbarn sich freuen, wenn wir etwas auf die Beine stellen. Man hat ein gutes Gefühl beim Geld-Einnehmen, weil man weiß, dass man damit etwas Gutes tun kann.“
  • Klara (9): „Ich bin seit zwei Jahren dabei und bekomme nicht immer alles mit. Aber es ist toll, anderen Menschen und Tieren etwas Gutes zu tun.“
  • Ronja (16): „Es ist wichtig, dass sowas noch gemacht wird. Es macht Spaß, das alles zu organisieren – und die Atmosphäre ist toll.“

Wer am Ende dieses Jahres den nächsten Scheck erhalten wird, ist noch nicht klar. Klar ist jedenfalls: Die Schönau Kids machen weiter.

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